Große Bühne für Naturschutz-Partner

Urkunden für Grundeigentümer von neuen Natura 2000 Schutzgebieten

Salzburger Landeskorrespondenz, 09.11.2019
 

(LK)  Ein wichtiger Tag für den Naturschutz: In St. Johann im Pongau überreichte Landesrätin Maria Hutter heute Urkunden und Tafeln an 63 Grundeigentümer, die in den vergangenen vier Jahren Flächen für die Ausweisung neuer Natura 2000-Schutzgebiete zur Verfügung gestellt haben. „Damit leisten diese Salzburgerinnen und Salzburgern einen wesentlichen Beitrag dazu, partnerschaftlich die Ziele im Naturschutz umzusetzen. Davon profitieren wir alle. Und dafür möchten wir uns ganz offiziell bedanken“, so Maria Hutter.

Beim Naturschutz setzt die Landesrätin seit ihrem Amtsantritt auf den Dialog auf Augenhöhe mit den betroffenen Grundstückseigentümern. So konnte in jüngster Zeit beispielsweise durch die Ausweisung zusätzlicher Europaschutzgebiete das Vertragsverletzungsverfahren der EU abgewendet werden. Durch eine Novelle des Naturschutzgesetzes wurde die Aarhus-Konvention, bei der es um den Zugang zu Umweltinformationen und die Beteiligung bei Umweltverfahren geht, umgesetzt.

Ein Siebentel der Landesfläche Natura 2000 geschützt

Natura 2000 ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, das seit 1992 nach den Maßgaben der Vogelschutz- sowie der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie errichtet wird. Länderübergreifend sollen so gefährdete Pflanzen- und Tierarten und ihre natürlichen Lebensräume geschützt werden. Derzeit gibt es im Land Salzburg 45 solcher Natura 2000 Gebiete, die zusammen knapp 1.100 Quadratkilometer aufweisen, also etwa ein Siebentel der Landesfläche.

Zwischen Pfarrkirche und Nationalpark

Das größte ist mit 805 Quadratkilometern der Nationalpark Hohe Tauern, der sich vom Lungau über den Pongau bis in den Pinzgau erstreckt, gefolgt vom Naturschutzgebiet Kalkhochalpen mit 237 Quadratkilometern (Tennengau/Pongau/ Pinzgau) und dem LIFE-Projekt Salzachauen im Flachgau mit 11,5 Quadratkilometern. Die kleinsten sind die Vordergnadenalm im Pongau, wo eine seltene Moosart auf einem alten Bergahorn zu finden ist, und die Pfarrkirche St. Georgen im nördlichen Flachgau, in deren Dachstuhl Fledermäuse leben.  LK_191109_20 (kg/mel)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum