Salzburger Ehrensalut für Paris Lodron in Trentino

Schützen und Musiker aus Österreich und Italien ehrten den großen, gemeinsamen „Sohn“ / Großer Festakt zum 400-jährigen Jubiläum

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.11.2019
 

(LK) Salisburgo. Das hört man in der Autonomen Provinz Trient häufig, die gemeinsame Geschichte und vor allem Fürsterzbischof Paris Lodron, der aus Villa Lagarina stammte, verbinden. Der Vollender des Salzburger Doms und Gründer der Universität wurde vor exakt 400 Jahren zum Fürsterzbischof Salzburgs gewählt. Das wurde heute mit einem großen Festakt in und vor der Kirche Santa Maria Assunta gefeiert. „Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit und eine gemeinsame Zukunft, dieser gemeinsame Festakt bringt uns noch näher“, gab Landeshauptmann Wilfried Haslauer den Weg vor.

 

 

Landeshauptmann Wilfried Haslauer, sein Pendant in Trient, Maurizio Fugatti, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, ihr Pendant in Trient, Walter Kaswalder, Villa Lagarinas Bürgermeisterin Romina Baroni, Alt-Erzbischof Alois Kothgasser und Abordnungen der Schützen aus Salzburg unter dem Kommando von Obrist Franz Meißl sowie die Trachtenmusikkapelle Kleinarl verliehen der historischen Freundschaft zwischen Salzburg und Trient neuen Schwung. Anlass ist der 400. Jahrestag der Wahl Paris Lodrons zum Fürsterzbischof, der sowohl Salzburg als auch seine Heimat Trient prägte.

Haslauer: „Viele Gemeinsamkeiten“

Salisburgo und Trentino, Salzburg und Trient sind aber nicht nur durch Paris Lodron verbunden. „Wir sind uns sehr nahe, fast dieselbe Größe, ähnliche Städte, ich möchte fast sagen, es ist eine Schicksalsgemeinschaft, die uns verbindet“, so Wilfried Haslauer beim großen Festakt. Und er fügte hinzu: „Außerdem sind beide Regionen in der Arge Alp, deren Vorsitz wir vor kurzem übernommen haben, auch hier vertreten wir die Interessen und Anliegen gemeinsam.“

Berührende Kranzniederlegung

Landeshauptmann Wilfried Haslauer legte am Grab der Familie Lodron einen Kranz nieder, umrahmt wurde die Feier im Anschluss an die Heilige Messe von der Trachtenmusikkapelle Kleinarl. „Ein Moment, den ich sicher nicht vergessen werde“, so Haslauer.

Geschenke erhalten die Freundschaft

Die Salzburger Delegation kam nicht mit leeren Händen, mit ihm Gepäck war eine Gedenktafel für Paris Lodron, gefertigt von Steinmetzmeister Erich Reichl und aus Untersberger Marmor, die am Sonntag feierlich enthüllt wurde. Sie wird ab sofort sozusagen als ein weiteres Stück Salzburg in Trient verbleiben und ein sichtbarer Beweis für die Verbundenheit sein. Dabei wird es aber nicht bleiben, beide Regionen arbeiten nun an einer engeren Zusammenarbeit. Die hatte offiziell 1982 ihren Anfang als sie Landeshauptmann Wilfried Haslauer sen. und der damalige Presidente Flavio Mengoni besiegelten, und lebt nun wieder auf.

Musik und Ehrensalut aus Salzburg

Vor jener Kirche, Santa Maria Assunta, die dem Salzburger Dom innen sehr ähnlich sieht, weil hier ebenfalls Paris Lodron und Salzburger Baumeister am Werk waren, marschierten am Sonntag die Bauernschützen St. Johann im Pongau, die Festungsprangerstutzenschützen Hohensalzburg und die Trachtenmusikkapelle Kleinarl sowie die Fahnenabordnungen aus den Bezirken gemeinsam mit ihren italienischen Kollegen auf. „Eine besondere Ehre für uns und das in einem so schönen Ambiente“, waren sich die teilnehmenden Vereine einig.

Großer Festakt auch im Dom

Die Feierlichkeiten zu 400 Jahre Paris Lodron als Fürsterzbischof gehen am Mittwoch in Salzburg weiter. Im Dom wird dem „Beschützer“ von Salzburg im 30-jährigen Krieg, so wird Paris Lodron auch genannt, dem Gründer der Universität und dem Vollender des Doms in ebendiesem mit einem großen Festakt des Landes Salzburg gedacht. Und auch die Gegeneinladung an das Trentino wurde von Landeshauptmann Wilfried Haslauer schon ausgesprochen. „Wir freuen uns und kommen gerne“, versicherten die Trentiner. LK_191110_70 (mel)

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Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum