Von der Haustür zum Öffi

Bürgerrat auf der Ideensuche für die „letzte Meile“

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.11.2019
 

(LK)  Die Meile. Das sind genau 1609,3 Meter. In der Leichtathletik für die Besten in knapp vier Minuten erledigt, aber für die Verkehrspolitik die schwierigste Nuss, die es zu knacken gilt. Im Bürgerrat am vergangenen Wochenende in Puch war genau diese letzte Meile unter dem Titel „Von der Haustür zum Öffi – eine herausfordernde Entfernung“ das zentrale Thema. Denn es geht dabei um die Erreichbarkeit von Bus und Bahn von der Haustüre weg.

„Viele Faktoren sind ausschlaggebend für die Entscheidung, wie weit Siedlungen im ganzen Land mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden sollen. Wenn diese aber nicht in fußläufige Nähe zur Wohnstätte oder zum Betrieb kommen, dann ist nicht von vorneherein das Auto die einzige Alternative. Es gibt vielfach bereits angenehme und attraktive Lösungen, dennoch im Umweltverbund auf Öffis umzusteigen“, so Landesrat Stefan Schnöll, der mit den Bürgerrat-Teilnehmern Ideen und Vorschläge diskutierte.

Mobilität „Überlebensfrage“, vor allem am Land

Klar wurde beim Bürgerrat vor allem, dass die Mobilität in den ländlichen Regionen Salzburgs eine „Überlebensfrage“ ist, damit sich diese Teile des Landes weiter entwickeln können. Entscheidend ist auch die Information: Gut vernetzte Daten erleichtern das Umsteigen auf die Öffis, die Handy-App ersetzt sozusagen den Autoschlüssel. Was Mobilität mit Bus und Bahn attraktiv macht: angemessener Preis, Bequemlichkeit, Stressfreiheit, Qualität im Verkehrsmittel und an den Haltestellen und Bahnhöfen. „Die Investition in den öffentlichen Verkehr bringt gesellschaftliche Dividende“, bringt es ein Bürgerrat-Teilnehmer auf den Punkt. Am kommenden Freitag werden die Ergebnisse den Landespolitikern im Plenarsaal des Salzburger Landtags im Chiemseehof vorgestellt. LK_191112_60 (grs/sm)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum