Richtiges Heizen und Lüften spart Geld

Energieberatung Salzburg gibt wertvolle Tipps

Salzburger Landeskorrespondenz, 17.11.2019
 

(LK)  Gerade im Herbst und im Winter, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, machen wir es uns gern zuhause gemütlich und drehen die Heizung auf. Keine große Sache – oder? Doch, denn durch eine gezielte Regelung der Raumtemperatur kann der Energieverbrauch wesentlich gesenkt werden, und richtiges Lüften in der kalten Jahreszeit reduziert die Heizkosten.

„Gerade in diesen Tagen zeigt sich die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ganz besonders. Daher ist es umso wichtiger, hier effiziente Maßnahmen zu treffen. Es freut mich deshalb sehr, dass es mit der Energieberatung Salzburg eine kostenlose Einrichtung für alle Bürgerinnen und Bürger gibt. Eine Reduktion des Verbrauchs ist zugleich auch Ressourcenschutz und deshalb ganz besonders wichtig“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Mit einfachen Handgriffen Energie und Geld sparen

Die Energieberatung hat die wichtigsten Tipps, die helfen, mit wenigen einfachen Handgriffen, Ressourcen und Geld zu sparen, zusammengestellt. Beispiel Heizkörper: Die meisten davon sind mit Thermostatventilen ausgestattet.

Optimale Heizkörperstufe: 3

Oft werden diese Thermostatventile jedoch falsch bedient. Wie es funktioniert, erklärt der Experte: „Über den Thermostatkopf sollte die gewünschte Grundtemperatur im Raum eingestellt werden, zum Beispiel entspricht die Stellung 3 einer Raumtemperatur von rund 20 Grad Celsius. Der Heizkörper läuft dann solange, bis die eingestellte Temperatur im Raum erreicht ist. Der Temperaturfühler im Thermostatkopf sorgt dafür, dass die Raumtemperatur konstant gehalten wird“, erklärt Georg Thor, Leiter der Energieberatung.

Weitere Tipps zum richtigen Heizen und Lüften

  • Heizkörper und Thermostatventile freihalten: Lange Gardinen, ungünstig platzierte Möbel und Verkleidungen beeinträchtigen die Wärmeabgabe und die Funktion des Temperaturfühlers im Thermostatkopf.
  • Richtig lüften: Mehrmals täglich kurz und kräftig Stoßlüften anstatt ständig gekippter Fenster. Denn trifft kalte Luft vom gekippten Fenster den Regler, so wird das Ventil vollständig geöffnet, die nachströmende Wärme entweicht aber über das gekippte Fenster wieder. Der Heizkörper muss also ständig laufen, um die Temperatur zu halten und verbraucht unnötig Energie.
  • Die Türen zu kälteren oder weniger beheizten Räumen immer geschlossen halten. Es besteht sonst in den kalten Räumen erhöhte Schimmelgefahr. Grundsätzlich sollten alle Räume, wenn möglich, auf nahezu gleicher Temperatur gehalten werden.
  • Der Wirkungsgrad eines Heizkessels kann im Verlauf eines Betriebsjahres um bis zu vier Prozent sinken. Der Kessel sollte daher auch regelmäßig gewartet werden.
  • Innenseitig beschlagene Scheiben sind ein Hinweis, dass unbedingt gelüftet werden sollte.
  • Große Wasserdampfmengen nach Duschen, Baden und Kochen gehören sofort nach außen gelüftet.
  • Kippen des Fensters im Winter unbedingt vermeiden. Die Mauerbereiche um das Fenster kühlen stark aus und erhöhen die Gefahr der Schimmelbildung an den Fensterlaibungen.
  • Je kälter die Außentemperatur und je windiger, umso kürzer der Lüftungsvorgang.
  • Ungedämmte Heizungsrohre in unbeheizten Räumen unbedingt nachträglich dämmen.

Kostenlose Beratung zu Hause

Die Energieberatung kommt zudem kostenlos nach Hause. Dann kann man sich optimal über Einsparungspotenziale und Fördermöglichkeiten für die Sanierung im eigenen Wohnraum informieren. Mehr als 40 Beraterinnen und Berater sind im ganzen Bundesland unterwegs. Dadurch kann für die fast 2.700 Vorort-Besuche pro Jahr und alle weiteren Aktivitäten eine optimale Qualität sichergestellt werden. LK_191117_10 (ram/grs)

Anmeldung und Informationen unter der Telefonnummer +43 662 8042-3151 und unter www.salzburg.gv.at/energieberatung.

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Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum