Erster Test für die Straßenmeistereien im Land

Winterwunderland in Salzburg / Streugut-Speicher sind bereit für mehr / Ein Blick in alle Bezirke

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.11.2019
 

(LK)  Mehr als ein leichter Vorgeschmack auf den kommenden Winter war der Schneefall vergangene Nacht – zumindest im Lungau und im Pongau. Aber auch im Pinzgau und in den nördlichen Landesteilen waren die Einsatzleute heuer erstmals richtig gefordert. Gut „gestraßenmeistert“ heißt die erste Bilanz – und die Touristiker freuen sich über die Winterbilder, die Gusto aufs Skifahren machen.

„Der im Vergleich doch frühe Wintereinbruch konnte unsere Straßenmeistereien nicht überraschen. Die Einsatzkräfte leisteten hervorragende Arbeit und hatten alles unter Kontrolle“, bedankte sich Verkehrslandesrat Stefan Schnöll für die erste große Herausforderung der Saison.

Lungau: Zwei Straßensperren und eine Lawine

Der einwohnermäßig kleinste Bezirk bekam am meisten ab: „Mehr als zehn unserer Männer waren mit Schneeräumen und Streuen die ganze Nacht im Einsatz“, so Franz Bogensperger, Leiter der Straßenmeisterei Lungau. Nahtlos übergehend sind heute noch 20 Leute unterwegs, um vom nassen, schweren Schnee überhängende Bäume und Sträucher von den Straßenrändern zu entfernen. Im Noisgraben bei Vordermuhr in der Gemeinde Muhr ging eine Lawine ab, die L211 Muhrer Landesstraße ist deshalb ab Hemerach bis zur Ortschaft Muhr auf einer Länge von zirka 3,5 Kilometer gesperrt, weiters die B95 Turracher Straße zwischen Tamsweg und Madling, die L231 Göriacher Landesstraße, die L262 Prebersee Landesstraße von Tamsweg bis zur Landesgrenze zur Steiermark. Für den Winter vorgesorgt ist ebenfalls: 1500 Tonnen Streusalz lagern in der Straßenmeisterei. „Bei einem normalen Winter kommen wir mit 1200 Tonnen aus“, so Bogensperger.

Pongau: Alles unter Kontrolle

Umgestürzte Bäume mussten im Pongau an der B167 Gasteiner Straße und an der B164 Hochkönig Straße entfernt werden. 14 Kräfte waren gefordert. „Wir haben alles unter Kontrolle, aber für den Beginn war das schon ziemlich heftig letzte Nacht“, fasst Einsatzleiter Martin Katsch zusammen. Derzeit gibt es noch keine Straßensperren. Das Lager ist mit 2600 Tonnen Streusalz gefüllt.

Pinzgau: Kettenpflicht über den Dientner Sattel

Im Pinzgau sind derzeit alle Straßen frei und gut zu befahren, informiert Stefan Oberaigner, Leiter der Straßenmeisterei im Bezirk. Kettenpflicht für alle Fahrzeuge gilt aber über den Dientner Sattel auf der Hochkönig Straße. In der vergangenen Nacht waren 20 Mann von 2.00 Uhr Früh an im Einsatz, um die Straßen vom Schnee zu befreien und einige umgefallene Bäume zu entfernen. „Der Winterdienst arbeitet weiterhin mit Hochdruck daran, gute Fahrverhältnisse zu garantieren“, so Oberaigner. Er appelliert an die Autofahrer, ihre Fahrweise an die Straßenverhältnisse anzupassen, rücksichtsvoll zu fahren und Abstand zu halten. Um gut für die kommende Wintersaison gerüstet zu sein, hat die Straßenmeisterei Pinzgau rund 3000 Tonnen Salz und 500 Tonnen Split eingelagert.

Tennengau: Routineeinsatz

Ruhiger ist es in den beiden nördlichen Bezirken: Mit acht Fahrzeugen war die Straßenmeisterei Tennengau draußen. „Ein paar Äste auf den Straßen, sonst ist nichts passiert“, berichtet Leiter Johann Steiger. Eingelagert sind derzeit rund 1300 Tonnen Streugut, der Jahresverbrauch liegt durchschnittlich bei 2000 Tonnen. Im Bedarfsfall wird nachbestellt.

Flachgau: Gaisberg machte Arbeit

Und im Flachgau war man hauptsächlich am Gaisberg und im Raum Hof und Hintersee im Einsatz. „Das konnte aber alles mit dem regulären Turnusdienst erledigt werden“, so Herbert Einberger von der Straßenmeisterei. Heute Früh wurde noch der Haunsberg geräumt. Auf dem Gaisberg gilt ab der Zistelalm für Fahrzeuge ab einem Gewicht von 3,5 Tonnen Kettenpflicht. Im Flachgau sind derzeit etwa 1450 Tonnen Streusalz eingelagert. Auch hier wird man wohl nachbestellen, im vergangenen Jahr wurden 3800 Tonnen gebraucht.

Feuerwehren mit 477 Mann unterwegs

Auch die Feuerwehren waren gefordert: Das Landesfeuerwehrkommando meldet mit Stand heute, 12 Uhr, den Einsatz von 33 Feuerwehren mit 477 Mann in 65 Gebieten. Haupttätigkeiten waren das Entfernen von umgestürzten Bäumen, das Freimachen von Verkehrswegen und das Bergen von Fahrzeugen. Die Einsatzkräfte sollten sich die nächsten Tage und auch übers Wochenende erholen können. Es ist warmes Wetter mit bis zu 14 Grad angesagt. LK_191113_53 (grs/mel)

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