Salzburg Pilotregion für neues Mobilitäts-Projekt

„Ultimob“ findet Verkehrslösungen für morgen

Salzburger Landeskorrespondenz, 14.11.2019
 

(LK)  Mehr Verkehr, Zersiedelung oder konsumorientierte Lebensstile verursachen immer mehr klimarelevante Gase. Das Forschungsprojekt „Ultimative Integrierte Mobilität“, kurz Ultimob, soll die Mobilitätswende vorantreiben und bestehende Lösungen kombinieren. Salzburg ist dabei Pilotregion.

„Im Mittelpunkt stehen die Nutzer und die äußeren Rahmenbedingungen. Hier gilt es, Hürden zu überwinden, Vertrauen zu schaffen und neue Modelle für die Zusammenarbeit zu finden. Denn digitale Angebote, zum Beispiel Fahrpläne am Smartphone, allein sind nicht in der Lage, fehlende physische Verbindungen oder ungenügende Taktfrequenzen auszugleichen“, betont Landesrat Stefan Schnöll. In der „Ultimob“-Projektlaufzeit von vier Jahren werden bisher fehlende Mobilitätslösungen entwickelt, umgesetzt, getestet und evaluiert, um rasch aufzudecken, ob die Angebote praxistauglich und im Sinne der Mobilitätswende wirksam sind.

Verkehr neu ausrichten

„Hier bei uns in Salzburg tut sich so einiges: Maßgeblich daran beteiligt sind der Salzburger Verkehrsverbund, das Forschungsstudio iSPACE und das Land Salzburg: Mit 1. Jänner 2020 startet der Verbund in eine neue Zeitrechnung: Das Tarifsystem wird umgestellt. Auch wird die Zusammenarbeit im Bereich der Verkehrsplanung zwischen Stadt und Land verbessert. Pendler-Analysen und die darauf aufbauenden Studien sind Basis für eine Neuorientierung des öffentlichen Verkehrs“, berichtet iSPACE-Projektpartner Thomas Prinz. Die nächsten Ziele in Salzburg: Ein multimodaler Aktionsplan mit dem Schwerpunkt erste und letzte Meile, und im Pinzgau wird ein Daten-Labor zu touristischen Wegen aufgebaut, um die Öffi-Planung darauf auszurichten.

Vier repräsentative Pilotregionen

Die starke Zersiedelung im Großraum Salzburg ist sowohl für den Alltagsverkehr als auch in der touristischen Mobilität eine große Herausforderung.  Hier entwickelt „Ultimob“ neue Angebote für Pendler und Touristen, mitsamt den dazu notwendigen Planungswerkzeugen und -prozessen. Weitere Pilotregionen sind das Tiroler Ötztal, das Tullnerfeld sowie die Umgebung von Graz. LK_191114_62 (sm/mel)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum