Muren und Schlammlawinen fordern Einsatzkräfte

Im Raurisertal sind zehn Gehöfte nicht erreichbar / In Thumersbach wurde ein Haus evakuiert / B311 bei Bruck einspurig

Salzburger Landeskorrespondenz, 16.11.2019
 

(LK) Der starke Regen, die steigende Schneefallgrenze und der Südföhn haben in der vergangenen Nacht und auch heute die Einsatzkräfte vor allem im Pinzgau und Pongau gefordert. Im Raurisertal sind zwei Schlammlawinen auf Forststraßen abgegangen, dadurch sind zehn Gehöfte nicht erreichbar. Die Bewohner sind wohlauf und versorgt.

Bezirkshauptmannschaft, Einsatzkräfte, der Landesgeologische Dienst und die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung sind im Pinzgau seit es hell wurde dabei, sich ein ausführliches Bild von der Lage zu machen. „Mehrere kleinräumige Muren und einige Schlammlawinen beschäftigen uns“, sagt der Pinzgauer Bezirkshauptmann Bernhard Gratz. Er gibt einen Überblick über die Lage.

Schlammlawinen und Muren

Zur Zeit sind zehn Gehöfte im Raurisertal nicht mit dem Fahrzeug erreichbar, zwei Schlammlawinen haben im Bereich Forsterbach und Gaisbach die jeweiligen Zufahrtswege (Forststraßen) verschüttet. „Die Arbeiten laufen an, allerdings lassen wir angesichts des neuerlichen Regens am Abend zur Sicherheit die Zufahrtswege gesperrt. Die Bewohner er Gehöfte sind alle wohlauf, wir sind mit ihnen in Kontakt und wenn es nötig ist, können wir sie mit allem, auch medizinisch versorgen. Sie selber sind nicht in Gefahr, lediglich die Zufahrt“, versichert Gratz.

Haus in Zell-Thumersbach evakuiert

Auch im Zeller Ortsteil Thumersbach wurde ein Haus wegen Murengefahr zur Sicherheit evakuiert, die Bewohner sind bei Verwandten untergebracht. „Die Thumersbacher Landesstraße bleibt bis mindestens Sonntagabend gesperrt, da am Abend eben noch mehr Regen kommt und wir hier kein Risiko eingehen wollen“, erklärt Gratz.

B311 bei Bruck einspurig offen

Ein kleiner Bach ist in der Nacht bei Bruck (Weberpalfen) über die Ufer getreten und hat die B311 auf einer Länge von 150 Meter teils verschüttet. „Hier sind die Aufräumarbeiten vorerst abgeschlossen, die wichtige Verbindung ist einspurig frei, es gibt eine Ampelregelung und wir stellen Betonleitwände auf, um sozusagen die Straße vor weiterem Wasser und Schlamm abzuschirmen“, so Gratz. Er weist noch einmal darauf hin, dass er speziell in der kommenden Nacht den Bürgerinnen und Bürgern empfiehlt, unnötige Fahrten zu vermeiden und zu Hause zu bleiben. Starker Regen und lebhafter Südföhn könnten zu weiteren Problemen führen. LK_191116_70 (mel)

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