Sperren, beschädigte Verkehrswege und geforderte Einsatzkräfte

Überblick zur Straßensituation, zu Einsätzen und zur Wasser- sowie Lawinensituation im Süden des Landes

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.11.2019
 

(LK)  Durch den Starkregen der vergangenen Nacht sind in den südlichen Landesteilen zahlreiche Hänge ins Rutschen gekommen, Muren blockieren wichtige Verkehrsverbindungen. Außerdem ist die Lawinengefahr weiter hoch. Ein aktueller Überblick:

Das Straßennetz im Land ist aufgrund von Murenabgängen und auch wegen Lawinengefahr an vielen Stellen betroffen. In allen Gebirgsgauen sind nach wie vor viele Güterwege und Forststraßen blockiert.

Straßensperren im Pongau

Im Pongau dauern bei der B311 Pinzgauer Straße zwischen Schwarzach und Lend die Aufräumarbeiten voraussichtlich noch bis kommenden Donnerstag, eine Umfahrung ist nur großräumig über das Deutsche Eck möglich. Die L109 Großarler Landesstraße nach Hüttschlag ist weiter gesperrt, ebenso die L216 Dientener Straße zwischen Lend und Dienten, hier ist eine Umfahrung über den Dientner Sattel möglich, allerdings ist eine Weiterfahrt in den Pinzgau nicht möglich. Gesperrt bleibt die B167 Gasteiner Straße zwischen Bad Hofgastein und Badgastein.

Straßensperren im Pinzgau

Im Pinzgau ist die B165 alte Gerlosstraße zwischen Ronach und Rankental gesperrt, ebenso die P311 in Zell am See in den Bereichen Seespitz und Kalvarienberg. Sperren gelten auch für die Thumersbacher, die Glemmtaler, die Fuscher, die Embacher und die Rauriser Straße, wobei hier eine Umfahrung über die Marktgemeinde möglich ist.

Straßensperren im Lungau

Im Lungau gesperrt sind die Turracher Straße zwischen Tamsweg und der steirischen Landesgrenze, die Muhrer Straße auf zehn Kilometern und die Göriacher Straße ab dem Ortsteil Laser. Die Murtal Straße dürfen nur Fahrzeuge über 3,5 Tonnen nur im Ziel- und Quellverkehr benutzen. Einsatzkräfte und Private kümmern sich hier um rasche Räumung.

ÖBB-Hauptverbindungen unterbrochen

Die Sperre der Tauernstrecke wegen Unwetterschäden ab Schwarzach-St.-Veit ins Gasteinertal bleibt aufrecht. Weiterhin unterbrochen bleibt auch die Inneralpine Strecke zwischen Saalfelden und Hochfilzen sowie Bruck-Fusch und Zell am See. Die ÖBB-Strecke im Salzachtal ist bis Bruck wieder offen, ab dort wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Schulen teilweise gesperrt

Wegen blockierter Straßen konnten heute auch viele Lehrer und Schüler im Pongau und Pinzgau ihre Schulen nicht erreichen, 13 Pflichtschulen bleiben gesperrt, in acht Schulen landesweit wurde ein Notbetrieb eingerichtet.

Feuerwehren im Dauereinsatz

Seit Sonntag stehen die Feuerwehren in den Gebirgsgauen mehr oder weniger im Dauereinsatz. 1.844 Mann von 56 Feuerwehren kümmerten sich in 630 Einsätzen hauptsächlich um das Auspumpen von überfluteten Kellern, das Entfernen von umgestürzten Bäumen, sie machten verklauste Verkehrswege und Bäche frei, beseitigten Murenabgänge und dichteten abgedeckte Dächer provisorisch ab. Eingeschlossene Personen konnten aus Häusern gerettet und aus gefährdeten Häusern evakuiert werden.

Pegelstände landesweit rückläufig

Rückläufig ist die angespannte Situation in Salzburgs Flüssen. Die Wasserstände der Tauernachen und der Salzach im Pongau sind im Lauf der Nacht deutlich gesunken. Auch in den kommenden Tagen rechnet Hans Wiesenegger vom Hydrographischen Dienst nicht mehr mit neuerlichen Anstiegen bei den Pegelständen.

Lawinengefahr in den Hohen Tauern weiter groß

Ungünstig wirkt sich die nasse Schneedecke auf die Lawinensituation aus. Mittlere, vereinzelt große spontane Lawinen sind in den Hohen Tauern möglich, die Lawinengefahr ist dort groß (Stufe 4), ebenso im Lungau. LK_191118_62 (sm/grs)

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