Großes Aufräumen in Salzburgs Süden

Sperre der B311 weiterhin aufrecht / Bewohner können schrittweise in ihre Häuser zurück

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.11.2019
 

(LK)  Aufräumen, Verkehrswege freimachen, evakuierte Gebäude beobachten und sichere Häuser wieder besiedeln – das steht heute, Dienstag, bei den Einsatzkräften nach dem Starkregen der vergangenen Tage in den südlichen Landesbezirken auf dem Programm.

Die Zivilschutzwarnungen für Muhr im Lungau und Bad Hofgastein sollten im Lauf des Tages aufgehoben werden können, gesperrte Straßen werden nach und nach wieder freigegeben. Einige Häuser bleiben zwar noch evakuiert, aber auch hier tritt im Laufe des Nachmittags Entspannung ein.

Im Lungau scheint schon wieder die Sonne

Im Lungau ist derzeit Landesgeologe Rainer Braunstingl unterwegs und begutachtet die Schadensstellen mit Fokus auf Objektschutz und die hochrangigen Straßen. „Bei uns kommt schon wieder die Sonne raus“, berichtet Katastrophenschutzreferent Philipp Santner. Auf zu warme Temperaturen darf man aber auch nicht hoffen, „denn dann kommt es zur Schneeschmelze und dadurch auch wiederum zu Hangrutschungen“, so Santner. „Etwas Sonnenschein ist aber jedenfalls besser als die Regenmassen.“

Katschberg Straße und Göriacher Landesstraße wieder offen

Derzeit tagt die Lawinenwarnkommission Muhr. Dort wird nun entschieden, ob die B95 Turracher Straße und die L211 Muhrer Landesstraße wieder geöffnet werden können und auch, ob die Zivilschutzwarnung für die Gemeinde aufgehoben werden kann. Fix offen sind seit heute früh die L231 Göriacher Landesstraße und die B99 Katschberg Straße zwischen Katschberghöhe und Rennweg. Derzeit bleiben noch elf Häuser in Muhr evakuiert, acht Häuser in Ramingstein und eines in Zederhaus. Auch hier könnte sich ab Mittag eine Entspannung ergeben.

Pongau: B311 Pinzgauer Straße weiterhin gesperrt

Aus dem Pongau berichtet Katastrophenschutzreferent Norbert Paßrucker: „Wir haben alles relativ gut im Griff, die Arbeiten gehen auch aufgrund des guten Wetters zügig voran.“ Die B167 Gasteiner Straße zwischen Bad Hofgastein und Bad Gastein wird voraussichtlich am Nachmittag zumindest einspurig wieder geöffnet werden können.

Bewohner können bald in ihre Häuser zurück

Die Zivilschutzwarnung für Bad Hofgastein ist noch aufrecht, ebenso wie die Evakuierung von Häusern. Hier ist Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst mit den jeweiligen Bürgermeistern und den Bewohnern, die natürlich möglichst bald wieder in ihre Häuser zurückwollen, in ständigem Kontakt. Verläuft die Begutachtung positiv, können die Menschen wieder in ihre Häuser zurück. „Aufgrund des trockenen Wetters entspannt sich hier die Lage“, so Paßrucker.

Pinzgau weiter nur über Kleines Deutsches Eck erreichbar

Nach wie vor ist die B311 Pinzgauer Straße zwischen Schwarzach im Pongau und Lend aufgrund von Murenabgängen unterbrochen. Mit der Aufhebung der Sperre wird nicht vor Donnerstag gerechnet. Da auch die B164 Hochkönig Straße zwischen Maria Alm und Hinterthal nach einer neuerlichen Hangrutschung gesperrt ist, kann der Pinzgau von Salzburg aus nur großräumig über das Kleine Deutsche Eck erreicht werden. Die Ortsdurchfahrt in Zell am See ist im Bereich Kalvarienberg einspurig wieder mit Ampelregelung befahrbar. Dafür wurden im Pinzgau alle Evakuierungen, bis auf eine in Thumersbach in Zell am See, bereits aufgehoben.

Bundesheer assistiert in Bruck und Zell am See

Das Bundesheer unterstützt mit 49 Soldaten aus der Saalfeldener Wallner-Kaserne in Bruck an der Großglocknerstraße und in Zell am See die Arbeiten. „Unsere Aufgaben sind, Wasserläufe freizumachen und abgegangene Muren hinter Häusern zu beseitigen, um weitere Schäden abzuwehren. Die Zusammenarbeit aller Helfer ist hervorragend“, so Wolfgang Riedlsperger vom Bundesheer über den Assistenzeinsatz. LK_191119_51 (grs/sm)

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