Nahezu alle Evakuierungen aufgehoben

Hänge-Monitoring läuft weiter / Retentionsbereiche in Thumersbach in Bau / Gasteiner Straße bleibt gesperrt

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.11.2019
 

(LK)  Gute Nachrichten kommen heute wieder aus dem Süden des Landes. In allen betroffenen Bezirken hat sich die Lage merklich entspannt. Die Evakuierungen konnten bis auf 5 Gebäude aufgehoben werden. Im Pinzgau sind 142 Großgeräte im Dauereinsatz.

Gestern waren noch mehr als 30 Gebäude im Land nicht bewohnbar. Diese Zahl hat sich heute im Laufe des Tages auf 4 Gebäude in Bad Hofgastein und eines in Bad Gastein gesenkt. Für die Sicherung der Objekte in Hofgastein wird derzeit ein Schutzwall errichtet.

Technischer Großeinsatz im Pinzgau

Im Zeller Ortsteil Thumersbach werden mit mehr als 50 Bagger und LKW Sicherungsarbeiten durchgeführt. Darüber hinaus werden im ganzen Bezirk mit Hochdruck Wildbachsperren ausgeräumt und das Material auf Deponien gebracht. Insgesamt sind im Pinzgau 142 Großgeräte im Dauereinsatz. Die Firma ZEMKA GmbH meldet, dass in den vergangenen Tagen schon 600 Tonnen Schadholz zur Entsorgung entgegengenommen wurden.

Monitoring für rutschende Hänge bleibt

Im ganzen Land wurden Messstellen bei labilen Hängen eingerichtet. „Dieses Monitoring halten wir bis auf Weiteres aufrecht. Wir können dadurch bei Änderungen der Wetterlage, sofort sagen, wie sich zum Beispiel ein Mehr an Niederschlägen auf das Rutschverhalten auswirkt“, sagt Gerald Valentin vom landesgeologischen Dienst.

Gasteiner Straße bleibt gesperrt

Die Landesstraße nach Bad Gastein bleibt voraussichtlich noch bis Mittwoch gesperrt. Für PKW besteht eine Umleitung über Badbruck und für große LKW wird es ab Montag alle zwei Stunden eine Lotsung über die Landesstraße geben, um Versorgungsfahrten durchführen zu können. Die Embacher Landesstraße bleibt in Folge dieses Starkregenereignisses bis auf Weiteres gesperrt. Weitere Informationen des Tages unter: www.salzburg.gv.at/starkregen2019  LK_191123_80 (fw)

 

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