Kampf gegen die Engerlingplage

70 betroffene Bauern erhalten Entschädigung / Landesförderprogramm unterstützt die Landwirte
Salzburger Landeskorrespondenz, 12. December 2019

(LK)  Sie sind so lang wie ein Finger, hellgrau bis orangebraun gefärbt und verursachen bei massenhaftem Auftreten Schäden an Wurzeln im Boden. Engerlinge, also hauptsächlich die Larven vorwiegend Mai- und Junikäfern, haben im heurigen Sommer rund 295 Hektar Anbaufläche von 70 Betrieben kaputt gefressen. „Für die Hauptbetroffenen gibt es Entschädigungen von der Rostock-Stiftung und das Land unterstützt die Bekämpfung“, informierte Landesrat Josef Schwaiger.

„Knapp 80.000 Euro sind es, die von der Rostock'schen Jungbauernstiftung an jene Landwirte ausbezahlt werden, bei denen mehr als 30 Prozent der Flächen geschädigt sind. Das sind 37 Betriebe mit rund 218 Hektar betroffener Fläche“, so Landesrat Josef Schwaiger, der auch Vorsitzender des Stiftungskuratoriums ist, und Kuratoriumsmitglied Robert Zehentner. Die Hotspots der betroffenen Flächen liegen in Strobl, gefolgt von Werfen und Goldegg.

Bis zu 100 Prozent der Ernte vernichtet

Fünf landwirtschaftliche Betriebe hat es besonders arg getroffen: Auf 30 Hektar haben die Engerlinge im Sommer zwischen 90 und 100 Prozent der Ernte vernichtet. „Solche Ausfälle bringen Bauernfamilien in eine enorm schwierige wirtschaftliche Situation. Daher sieht es die Stiftung als Verpflichtung, in Not geratenen Landwirten finanziell unter die Arme zu greifen“, unterstreicht Schwaiger.

Gegen Wiederholungen vorsorgen

Es bleibt nicht bei der Hilfe, wenn der Schaden schon angerichtet ist. „Voraussetzung für eine Entschädigung durch das Land Salzburg ist, dass wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung durchgeführt wurden. Dafür gibt es ein Förderprogramm“, so Schwaiger. Alle 70 betroffenen Betriebe werden unterstützt. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Art der Bekämpfungsmethode und der Hangneigung. „Die Engerlingplage erreicht mittlerweile existenzbedrohende Ausmaße. Ich appelliere an die Landwirte, entsprechende Gegenmaßnahmen zu setzen, auch wenn sie nicht immer unmittelbar Erfolg versprechen. Mittel- und langfristig ist dies die einzige Möglichkeit, dem Problem Herr zu werden und die Existenz für die Futtergrundlage zu sicher“, empfiehlt Landesrat Schwaiger. LK_191212_60 (sm/ram/mel)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum