Zwei neue „Diplomaten im Dienst der Natur“

Nationalpark Ranger als kompetente Naturvermittler für klein und groß
Salzburger Landeskorrespondenz, 18. December 2019

(LK)  Sie heißen Melanie Rachersberger und Matthias Lehnert, haben soeben erfolgreich ihre Ausbildung als Nationalpark Ranger abgeschlossen und sind künftig im Salzburger Schutzgebiet in den Hohen Tauern als „Diplomaten im Dienst der Natur“ unterwegs. „Ein Nationalpark braucht Botschafter, welche die Idee des Schutzgebietes lebendig vermitteln. Die Ranger sind dies in optimaler Form. Das Naturwissen kann so perfekt vermittelt werden“, betont Landesrätin Maria Hutter, die den beiden Experten gratulierte und ihre Zertifikate überreichte.

 „Der Job als Nationalpark Ranger, insgesamt sind wir 15, ist sehr vielseitig - kein Tag gleicht dem anderen. Unser Einsatzgebiet reicht beispielsweise von der Wissensvermittlung im Science Center über die Gebietsaufsicht in den Nationalpark-Tälern bis hin zur Mitarbeit bei Forschungsprojekten und Artenschutzprogrammen. Die berufsbegleitende Organisation der Ausbildung ermöglicht es uns, das Gelernte gleich umzusetzen,“ zeigen sich die Jung-Ranger Melanie und Matthias begeistert.

Ansprechpartner für rund 2,2 Millionen Gäste

Jährlich betreuen die Nationalpark Ranger rund 22.000 junge Leute in den Schulen und Umweltbildungseinrichtungen des Nationalparks sowie bei Exkursionen. Sie führen rund 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen des Sommer- und Winterporgramms durch den Salzburger Anteil des Schutzgebietes. Im Sommer, im Juli, August und September, stehen die Ranger den rund 2,2 Millionen Gästen im Nationalpark-Gebiet im Pinzgau, Pongau und Lungau für Fragen zur Verfügung und geben Auskunft über interessante Naturphänomene und Besonderheiten.

Österreichweit einheitliche Ausbildung

Seit 2010 gibt es österreichweit eine zertifizierte Ausbildung zum Nationalpark Ranger. Naturschutzfachliche Grundlagen, Zoologie, Botanik, Geologie sowie ökologische Zusammenhänge bilden die inhaltliche Basis dieses mehrjährigen Lehrgangs. Zudem finden sich naturpädagogische Vermittlungsmethoden, Exkursionsdidaktik, spezielle Alpin- und Winterkurse sowie Wetterkunde und Erste Hilfe im Programm. Insgesamt 336 intensive Ausbildungsstunden sind notwendig, um die Zertifikatsprüfung ablegen zu können. Danach sind weiterhin regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen verpflichtend. LK_101212_20 (kg/mel)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum