Neues Senioren-Tageszentrum für Puch, Adnet, Elsbethen, Krispl und Oberalm

EU-Fördergelder für die ländliche Entwicklung sparen 250 Menschen und deren Angehörigen weite Wege / Eröffnung Ende 2021
Salzburger Landeskorrespondenz, 18. December 2019

(LK) „Wir werden älter, daher steigt auch der Bedarf an professioneller Betreuung, was die ländlichen Regionen genauso betrifft wie den urbanen Raum. Ich bin daher froh, dass wir das Senioren-Tageszentrum in Puch als Projekt mit EU-Fördergelder für ländliche Entwicklung realisieren können“, betonte Landesrat Josef Schwaiger bei einem Besuch des Standorts bei Bürgermeister Helmut Klose. Mit Hilfe des Tageszentrums werden die älteren Menschen gefördert und haben mehr soziale Kontakte, können so lange wie möglich zu Hause in der gewohnten Umgebung von den Angehörigen betreut werden und diese ab und an entlastet.

„Die fünf Gemeinden Puch, Adnet, Elsbethen, Krispl und Oberalm zählen gemeinsam zirka 19.000 Einwohner, zirka 1.000 Personen sind über 79 Jahre alt, zirka 250 Personen pflegebedürftig. Das sind die Zahlen, aber hier im Tageszentrum wird es um viel mehr gehen: Um Respekt, um würdevollen Umgang und um Lebensfreude“, so Landesrat Josef Schwaiger bei seinem Besuch in Puch.

50 Prozent der Kosten von der EU

Realisiert wird das Projekt, es wird dann vom Hilfswerk Salzburg geführt, mit Hilfe des EU-Förderprogrammes ländliche Entwicklung. Die Gesamtkosten des Tageszentrums belaufen sich auf zirka 630.000 Euro, 622.000 Euro davon sind förderbar, fast 50 Prozent dafür kommen aus dem EU-Topf, die andere Hälfte übernimmt die Gemeinde Puch.

Schwaiger: „Die ganze Region profitiert davon.“

Synergien zwischen dem angrenzenden Seniorenhaus und dem Tageszentrum werden ab Ende 2021 – dann wird das zukunftsweisende Großprojekt fertig sein – perfekt genutzt. „Ich denke, dass diese Tagesbetreuung in zweifacher Hinsicht eine Lücke schließt. Erstens werden den Seniorinnen und Senioren lange Wege erspart, zweitens braucht es genau solche Betreuungsangebote, vor allem in den ländlichen Regionen, sie dürfen nicht nur in den Ballungszentren selbstverständlich sein“, betont Schwaiger.

Klose: „Für Puch eine besondere Herzensangelegenheit.“

Puchs Bürgermeister Helmut Klose jedenfalls sieht die Errichtung des Tageszentrums als wichtige Erweiterung des Angebots, das die Gemeinde für die mindestens nächsten 20 Jahre „fit“ für die Seniorenbetreuung macht. „Das neue Seniorenwohnhaus haben wie 2018 eröffnet, es bietet nun mehr als 70 Plätze, für mich der erste Schritt. Nun kommen noch 32 betreute Wohnungen und das Tageszentrum, für das wir großzügig Platz eingeplant haben“, so der Ortschef. Bis zu 20 Personen können hier gut betreut den Tag verbringen. Klose weiß, wie wichtig das ist. „Ich bin jetzt 21 Jahre Bürgermeister und weiß, wie sich die Bedürfnisse entwickeln. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass die pflegenden Angehörigen entlastet werden und dass es den Senioren einfach gut geht. Dementsprechend groß ist die Vorfreude im Ort.“

Daten und Fakten zum neuen Tageszentrum

  • Ende 2021 soll das neue Tageszentrum fertig sein, Baubeginn ist im August 2020.
  • Kosten: 630.000 Euro. Davon sind 622.000 Euro förderbar, von diesen teilen sich Europäische Union und Gemeinde die Kosten 50:50
  • Das Tageszentrum bietet für 20 Personen Platz, es ist die Ergänzung zum 2018 eröffneten Seniorenwohnhaus und wird außerdem Platz für eine Kinderbetreuung bieten. Außerdem entstehen 32 betreute Wohnungen.
  • Rechtsträger des Tageszentrums ist das Hilfswerk.
  • Außer Puch sind die Gemeinden Adnet, Elsbethen, Krispl und Oberalm beteiligt. LK_191218_70 (mel/ram)

 

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Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum