2019 war ein erfolgreiches Naturschutz-Jahr

Viele wichtige Weichenstellungen / Ausweisung fehlender Natura 2000 Gebiete / Umsetzung der Aarhus Konvention
Salzburger Landeskorrespondenz, 26. December 2019

(LK) Das Motto „Naturschutz gemeinsam und nicht von oben herab“ von Landesrätin Maria Hutter machte 2019 zu einem erfolgreichen Jahr. „Die Ausweisung der fehlenden Natura 2000 Gebiete mit Zustimmung der Grundeigentümer sowie der einstimmige Landtagsbeschluss zur Umsetzung der Aarhus Konvention zeigen, dass unser Weg der Richtige ist“, ist Hutter überzeugt.

Vieles ist heuer im Naturschutz gemeinsam mit den Salzburgerinnen und Salzburgern gelungen, teilweise wurde daran jahrelang gearbeitet, jetzt ist es gelungen. Hier ein Überblick:

  • Ausweisung der Natura 2000 Gebiete
  • Umsetzung der Aarhus Konvention
  • Viele Initiativen und Projekte zur Artenvielfalt
  • Neue Online-Plattform für Naturschutz-NGOs

Jahrelanger Konflikt um Natura 2000 Gebiete beigelegt

Der mehr als zehn Jahre andauernde Konflikt mit der Europäischen Union um die fehlende Ausweisung von Natura 2000 Schutzgebieten konnte erfolgreich gelöst werden. Die EU-Kommission hat den Vorschlag aus Salzburg für geforderten Europaschutzgebiete akzeptiert und mitgeteilt, dass das Vertragsverletzungsverfahren eingestellt werde. Dadurch bleiben dem Land drohende Strafzahlungen in Millionenhöhe erspart. „Entscheidend ist, dass die jeweiligen Grundeigentümer zugestimmt haben, denn nur dadurch ist auch ein gelebter und partnerschaftlicher Naturschutz gewährleistet. Viele persönliche Gespräche haben diesen Erfolg ermöglicht. Und genau so, also partnerschaftlich, wollen wir es auch in Zukunft handhaben“, betont Hutter.

Aarhus Konvention umgesetzt: Millionenstrafe abgewendet

Auch mit der Umsetzung der Aarhus Konvention konnte ein 14 Jahre andauernder Konflikt beigelegt sowie ein weiteres EU-Vertragsverletzungsverfahren und eine drohende Millionenstrafe für Salzburg abgewendet werden. Der von Natur-Landesrätin Maria Hutter initiierte Umsetzungsvorschlag wurde vom Salzburger Landtag einstimmig beschlossen. Hutter dazu: „Ein weiterer wichtiger Schritt zur Aufarbeitung der offenen Themen im Naturschutzbereich“.

2020: Mehr Mitspracherecht für Naturschutzorganisationen

Mit 1. Jänner 2020 tritt das Aarhus-Beteiligungsgesetz in Kraft. Umweltschutzorganisationen werden dabei Beteiligungs- aber auch Beschwerderechte in Verfahren nach dem Natur-, Nationalpark-, Jagd- und Fischereigesetz gewährt. Die Salzburger Landesregierung hat hierfür eine elektronische Plattform eingerichtet, auf der relevante Verfahrensunterlagen und Bescheide bereitgestellt werden. Der Zugang dazu kann über die Homepage des Landes beantragt werden. Berechtigt sind alle nach dem UVP-Gesetz anerkannten und für das Bundesland Salzburg zugelassenen Umweltorganisationen. „Mit der Aarhus-Plattform wird eine verfahrensökonomische und benutzerfreundliche Lösung geschaffen, um den NGOs die Ausübung ihrer Beteiligungsrechte zu ermöglichen“, erklärt Maria Hutter.

2019 brachte viele Initiativen und Projekte

Mehr Schutzgebiete und die bestehenden verbessern, dieser Plan wurde 2019 konsequent umgesetzt, alles im Dienste der Artenvielfalt. „Ich nenne hier einige Beispiele, es gibt nämlich so viele: Im Lungau besteht ein einzigartiges Schmetterlingsprojekt, zusammen mit den Landwirten haben wir die Lebensbedingungen für Feldlerche und Kiebitz verbessert, Wildblumen bekommen wieder ihren Raum, das Blinklingmoos in Strobl und das Wasenmoos am Pass Thurn werden rückgebaut beziehungsweis erweitert und vieles mehr“, zählt Maria Hutter auf.

Ausblick 2020: Jeder Quadratmeter Natur zählt

Und das ist noch nicht alles, denn die Pläne für 2020 sind bereits konkret. „Im kommenden Jahr wollen wir gemeinsam den Naturschutz noch näher an die Salzburgerinnen und Salzburger bringen und aufzeigen, dass jede und jeder einen Beitrag leisten kann und soll. Hierfür arbeiten wir intensiv an gezielten Kampagnen, die einen Zuwachs an blütenreichen Flächen für unsere Insekten bringen. Auch hier zählt das Motto: Nur gemeinsam können wir unsere Natur mit ihrer Artenvielfalt erhalten“, freut sich Landesrätin Maria Hutter auf ein ereignisreiches und artenvielfältiges Jahr 2020. LK_191226_70 (mel/kg)

 

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum