1.000 Kilometer ländliche Straßen heuer bereits saniert

Deutliche Budgeterhöhung für 2020 / Dringende Generalsanierungen stehen an
Salzburger Landeskorrespondenz, 20. December 2019

(LK) Das ländliche Wegenetz ist die Lebensader für Salzburgs Regionen. Es umfasst im Bundesland Salzburg rund 3.000 Kilometer und wird durch Gelder aus dem FELS (Fonds zur Erhaltung des ländlichen Straßennetzes) erhalten, saniert und erweitert. „Nach mehreren Jahren konnte das Budget wieder spürbar erhöht werden. 300.000 Euro werden im Jahr 2020 zusätzlich für die Lebensadern am Land zur Verfügung stehen“, so Landesrat Josef Schwaiger bei der Sitzung der FELS-Kommission.

Die Erhöhung ist nicht nur aufgrund steigender Baukosten und der zahlreichen Witterungsschäden aus den vergangenen Wintern notwendig, es stehen auch dringende Sanierungen von Wegen an, die vor 30 bis 40 Jahren errichtet wurden. „Es steigt zudem das Sicherheitsbedürfnis aufgrund des zunehmenden Verkehrs von Einheimischen und Gästen im ländlichen Wegenetz. Mit dieser Budgeterhöhung sind wir gut gerüstet für das kommende Jahr“, so Landesrat Schwaiger.

Knapp 4,4 Millionen für Fahrbahnsanierungen

Knapp 50 Prozent der FELS-Gelder werden in die Fahrbahnsanierungen investiert, das sind rund 4,4 Millionen Euro. Das ist auch die zentrale Komponente der ländlichen Straßenerhaltung im Bundesland Salzburg. Insgesamt wurden heuer 958 Kilometer Asphalt und 27 Kilometer Schotter saniert:

  • Flachgau: 264 km von insgesamt 804 km
  • Pongau: 243 km von insgesamt 842 km
  • Pinzgau: 237 km von insgesamt 742 km
  • Tennengau:170 km von insgesamt 507 km
  • Lungau: 71 km von insgesamt 200 km

Brückensanierungen und Brückenerneuerungen

Jährlich werden FELS-Gelder in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro in rund 45 Brückenbauvorhaben durchgeführt.

Einzelmaßnahmen

Für Einzelmaßnahmen werden rund 1,55 Millionen Euro an Geldern zur Verfügung gestellt. Durchgeführt werden dabei Entwässerungen, die Errichtung von Durchlässen und Stützobjekten, Viehsperren und ähnliches. Durch den vergangenen schneereichen Winter war heuer ein erhöhter Bedarf an Sanierungen und gänzlichen Erneuerungen von Sicherheitseinrichtungen notwendig. Insgesamt wurden 199 Einzelmaßnahmen umgesetzt, die meisten davon im Tennengau (56), gefolgt vom Pinzgau (52), Flachgau (49), Pongau (35) und Lungau (7).

Erneuerungsprogramm

Heuer wurden vier neue Projekte in das Erneuerungsprogramm aufgenommen, dazu gehören Schattberg-Teilstrecke in Maria Alm, Lauterbach Pinswag in Nußdorf, Böndlsee in Goldegg und Pichl Oberlehen in St. Veit im Pongau. 18 Projekte werden fortgeführt.

Laut FELS-Geschäftsführerin Reija Falkensteiner wurden die finanziellen Mittel bestmöglich für die Straßenerhalter wie Weggenossenschaften, die im ländlichen Raum die Kosten für die Errichtung und Erhaltung der Weganlagen zum größten Teil selber aufbringen müssen, eingesetzt.

Insgesamt 3.106 Kilometer

Der FELS wird gespeist aus Geldern des Landes Salzburg, der Gemeinden und dem Gemeindeausgleichsfonds (GAF). Rund zehn Millionen Euro investiert das Land pro Jahr in Salzburgs ländliches Straßennetz. Das FELS-Wegenetz umfasst aktuell 3.106 Kilometer. 191220_11 (ram/grs)

Medienrückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum