Salzburg und Steiermark arbeiteten bei alpiner Großübung gut zusammen

Lungau und Murau: Komplexes Szenario forderte 270 Einsatzkräfte / Erste, positive Bilanz

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.01.2020
 

(LK) „Ja, es hat großteils alles funktioniert. Ein paar Details, die nicht so gut waren, werden wir intensiv aufarbeiten und damit noch besser werden. Übungen wie heute am Samstag decken solche kleine Mängel gnadenlos auf“, resümieren die Einsatzleiter von Behörden und Rettungsorganisationen auf Salzburger und Steirer Seite.

 

 

Hubschrauber des Bundesheeres und der Polizei kreisen, Hundeführer werden eingeflogen, fieberhaft wird sondiert und gegraben, um die „Opfer“, also die Statisten, lebend aus ihrem weißen Gefängnis zu befreien. Sie machen die Übung realistisch, lassen den Druck und den Puls in die Höhe schnellen – einem echten Einsatz möglichst ähnlich. Währenddessen behalten die Einsatzleiter den Überblick, koordinieren die effiziente und rasche Hilfe. Dieses Bild bot sich am Samstag am Fuße des Prebers, als 270 Helferinnen und Helfer ihr Bestes gaben.

Vier Einsatzorte, 20 Personen verschüttet

Die Übungsannahme war durchaus komplex und fordernd: Zwei Lawinen gehen im Prebergebiet an der Landesgrenze Salzburg und Steiermark ab, verschütten mehrere Personen, sowohl am Berg als auch unten im Bereich der Langlaufloipe sowie der Straße. „Insgesamt hatten wir es mit 20 betroffenen Personen zu tun, zehn davon verletzt, sieben Todesopfer und drei Unverletzte“, beschreibt der Katastrophenschutzreferent der Bezirkshauptmannschaft Tamsweg. Geübt wurde absichtlich bis in die Dunkelheit hinein, denn „die Katastrophe wartet nicht, bis es wieder hell ist“, so der Einsatzleiter der Lungauer Bergrettung Hannes Kocher.

Zwei Länder und die Einsatzorganisationen Hand in Hand

Angeordnet hatte die Großübung Bezirkshauptfrau Michaela Rohrmoser. „Weil es mir in Absprache mit dem Bezirk Murau einfach wichtig war, dass der neue Digitalfunk BOS und das Zusammenspiel der beiden Bezirke Lungau und Murau geprüft wird“, so Rohrmoser. Unter der Federführung der Bergrettung arbeiteten das Rote Kreuz, das Österreichische Bundesheer, Polizei, Feuerwehr, Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften Hand in Hand. Sie alle setzten die Bezirkshauptfrau vor Ort ins Bild, danach meinte sie: „Beeindruckend, wie sich hier alle engagieren und alles geben. Dafür bin ich sehr dankbar, es geht uns ja um die Sicherheit der Menschen.“

Erste Bilanz: Sehr gut, aber noch besser werden

Als die Übung um 17.30 Uhr beendet war, zog man erste Bilanz. „Großteils hat alles gut geklappt, auch der Digitalfunk hat tadellos funktioniert“, so alle Einsatzleiter einhellig. Allein bei der Funkdisziplin muss noch nachgeschärft werden, da es einige Änderungen zum ,alten‘ Funk gibt“, resümieren Katastrophenschutzreferent Philipp Santner und sein Stellvertreter Martin Lohfeyer. Zusammen mit den steirischen Kollegen wird Ende Jänner noch einmal alles genau nachbesprochen. Das erworbene Wissen fließt in kommende Einsätze bei Ernstfällen ein. LK_200111_70 (mel)

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