Am Winklhof wird ab sofort „weißes Gold“ produziert

Landwirtschaftsschule stellt auf Bio-Heumilch um / Qualität der Ausbildung und Wertschöpfung werden gesteigert
Salzburger Landeskorrespondenz, 03. July 2020

(LK)  Die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) im Tennengau, die bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen für ihre Käseprodukte erhalten hat, wagt den Sprung auf ein noch höheres Niveau. Ab sofort wird nur noch Milch nach dem höchsten Standard produziert. „Den künftigen Hofübernehmern wird in der Ausbildung die entsprechende Praxis sowie das benötigte Fachwissen mit dieser Umstellung noch besser mitgegeben. So können sie Heumilchproduktion- und Käserei-Handwerk auf höchstem Qualitätsniveau auch in ihren eigenen Betrieben umsetzen“, so Landesrat Josef Schwaiger über den bedeutenden Schritt.

 

Das hohe Niveau der Ausbildung und die Vorreiterrolle der Salzburger Landwirtschaftsschulen in Österreich wird mit der Umstellung auf reine Bio-Heumilchproduktion am Schulstandort Winklhof erneut gefestigt. So war bereits die LFS in Kleßheim die erste bundesweit mit Bio-Heumilchproduktion. „Das ist die logische Fortsetzung unseres hohen Anspruchs an die Qualität des Unterrichts. Im Tennengau gibt es vor allem im Berggebiet sehr viele Heumilch-Betriebe. Wir festigen bei den Schülerinnen und Schülern das Know-How für diese Art der Produktion und die professionelle Verarbeitung des wertvollen Rohstoffs“, betont Landesrat Josef Schwaiger.

Trocknungsanlage garantiert bestes Heu

Hohe Blatt-, Blüten- und Fruchtstandsanteile, außerordentlich guter und aromatischer Geruch, weich und zart im Griff – so würden Experten das Heu, das von 20 Hektar der eigenen Wiesen stammt, am Winklhof beurteilen. „Unsere 23 Kühe lieben das hochwertige Futter“, betont Georg Springl, Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule. Damit die entsprechende Futtermenge bereitgestellt werden kann, wurde eine neue Heutrocknungsanlage angeschafft. „Wir haben uns für eine Belüftung mit zwei Boxen für loses Heu und einer Anlage für die Trocknung von Rundballen entschieden. So lernen die Schüler für zu Hause beide Systeme im Alltagsbetrieb kennen. Außerdem brauchen wir die Heuballen auch für unsere Pferdehaltung, weil diese einfacher zu transportieren sind“, erläutert Direktor Springl.

Vom Unterricht in die Praxis am eigenen Hof

Matthias Wallinger aus St. Kolomann besucht derzeit die erste Klasse der Landwirtschaftlichen Fachschule am Winklhof und kann sich durchaus vorstellen später auch am eigenen Bergbauernhof auf Heumilch umzustellen: „Derzeit füttern wir je zur Hälfte mit Silage und Heu, weil wir einfach nicht den Platz haben, genügend Heu zu lagern. Wenn ich den Hof übernehme möchte ich aber auf Heumilch umstellen.“

Qualität und Ausbildungsniveau gesteigert

Ein Großteil der erzeugten Milch am Winklhof wird in der eigenen Käserei von Käsemeister Georg Wimmer gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu verschiedensten Produkten mit höchster Qualität verarbeitet und am hofeigenen Bauernladen vermarktet. Mit der Bio-Heumilch als Rohstoff erwartet Landesrat Schwaiger eine weitere Steigerung des Niveaus der bereits mehrfach preisgekrönten Käseproduktion: „Mit dieser Milch öffnen sich neue Möglichkeiten, neue Produkten und vor allem neue Erfahrungen die die Schüler im praxisorientierten Unterricht sammeln und zu Hause einsetzen können. Darüber hinaus steigt auch die Wertschöpfung“, ist Schwaiger überzeugt. LK_200703_30 (mw/mel)

 

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Redaktion: Martin Wautischer/Landes-Medienzentrum