Auszeichnung verdienter Pädagogen

Schäffer gratulierte zur Verleihung von Berufstiteln
Salzburger Landeskorrespondenz, 06. May 1997

LK Bundespräsident Dr. Thomas Klestil hat fünf Salzburger Lehrer für ihr verdienstvolles Wirken durch die Verleihung von Berufstiteln ausgezeichnet. Das teilte heute Dienstag, 6. Mai, der Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Salzburg, Prof. Mag. Gerhard Schäffer, mit.

Den Berufstitel "Oberstudienrätin bzw. Oberstudienrat" erhielten Prof. Mag. Rupert Aher und Prof. Mag. Hansjörg Huber (beide von der Bundeshandelsakademie Tamsweg), Prof. Mag. Silvia Kladensky, vom Wirtschaftskundlichen Realgymnasium Salzburg sowie Prof. Mag. Dr. Hans
spald vom Bundesgymnasium für Berufstätige in Salzburg. Den Berufstitel "Oberschulrätin" erhielt Fachvorständin Katharina Delincee von der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Neumarkt am Wallersee.

Mag. Aher wurde 1940 in Hüttau geboren und legte 1973 die Externistenreifeprüfung ab. Anschließend studierte er an der Universität Salzburg Deutsch und Englisch. Die Lehramtsprüfung aus diesen Gegenständen erwarb er 1977. Sein beruflicher Werdegang führte ihn vom Fahrdienstleiter bei den Österreichischen Bundesbahnen, in den Jahren 1960 bis 1972, bis zur Ernennung zum Professor im Jahre 1980. In den Schuldienst kam er im Schuljahr 1976/77 als Sondervertragslehrer. 1984 wurde ihm eine schulfeste Lehrerstelle an der Bundeshandelsakademie Tamsweg verliehen. Er unterrichtete auch an der Hotelfachschule und an der Fachschule für wirtschaftliche Berufe St. Margarethen im Lungau. An seiner Schule ist er als Kulturreferent und Betreuungslehrer für Unterrichtspraktikanten tätig. In seiner Heimatgemeinde Altenmarkt ist er auch in der Erwachsenenbildung tätig. Er hat den Text zum Prolog des Passionssingens in Eben verfaßt. Seit vielen Jahren ist er Vorsitzender des Dienststellenausschusses der Personalvertretung.

Mag. Huber wurde 1944 in Krumau (Südböhmen) geboren. Er maturierte am Bundesrealgymnasium Steyr 1962. Er studierte zunächst Architektur und später an der Wirtschaftsuniversität Wien Wirtschaftspädagogik. Während seines Studiums war er Heimleiter im afro-asiatischen Institut. 1973 erwarb er die 2. Diplomprüfung für Wirtschaftspädagogik. Auch in der Erwachsenenbildung engagiert er sich. So war er beim Aufbau der Lungauer Kulturvereinigung maßgeblich beteiligt. Auch in der Standesvertretung der Lehrer hat er sich engagiert.

Mag. Kladensky ist geborene Wienerin. Sie maturierte 1960 am Mädchenrealgymnasium Salzburg. Anschließend studierte sie an der Universität Wien Philosophie, Mathematik und Physik. Die Lehramtsprüfung erwarb sie 1973. Während ihres Studiums arbeitete sie als wissenschaftliche Hilfskraft an der Technischen Universität Wien und ab dem Schuljahr 1970/71 überdies als Sondervertragslehrerin. Im Schuljahr 1976/77 begann sie ihre Unterrichtstätigkeit in Salzburg. 1980 wurde sie zur Professorin ernannt und 1994 wurde ihr eine schulfeste Lehrerstelle verliehen. Ihre Sorge gilt der Vermittlung von Praxisplätzen für Schülerinnen zur Absolvierung des wirtschaftswissenschaftlichen Praktikums.

Mag. Ospald wurde 1941 in Gosau geboren und besuchte das Realgymnasium Vöcklabruck, wo er 1959 die Reifeprüfung ablegte. Anschließend studierte er an der Universität Wien Deutsch und Geschichte und erwarb in diesen Gegenständen 1968 die Lehramtsprüfung. Die Promotion zum Doktor der Philosophie erfolgte 1965. Nebenberuflich war er als Bibliothekar tätig. In den Schuldienst kam er 1968. Die Ernennung zum Professor erfolgte 1972 und 1987 wurde ihm eine schulfeste Lehrerstelle für Geschichte an seiner Schule verliehen. Er engagiert sich auch als Personalvertreter und war vier Jahre lang Vorsitzender des Dienststellenausschusses. Bei der Planung und Durchführung von Exkursionen und Studienreisen ins Ausland setzt er sich vorbildlich ein. Er ist auch Referent für die Geistige Landesverteidigung und erhielt für sein Wirken 1985 das "Silberne Verdienstzeichen" des Landes Salzburg.

Katharina Delincee wurde in Podersdorf in Burgenland geboren und legte die Reifeprüfung an der Höheren Bundeslehranstalt für landwirtschaftliche Berufe 1959 ab. Anschließend besuchte sie das Bundesseminar für das landwirtschaftliche Bildungswesen und beendete dies mit der Abschlußprüfung 1960. Ab dem Schuljahr 1960/61 war sie bis 1966 Fachlehrerin der burgenländischen Landwirtschaftskammer. Von 1966 bis 1968 arbeitete sie bei der Studiengesellschaft für Atomenergie als Technische Angestellte. Seit dem Schuljahr 1976/77 unterrichtete sie an Schulen des Landesschulrates für Salzburg. Am 1. Jänner 1979 wurde sie zur Fachlehrerin ernannt und am 1. September 1995 erfolgte die Bestellung zur Fachvorständin. Ihr ist der hohe Standard der hauswirtschaftlichen Fachausbildung an ihrer Schule zu verdanken. B87-11