Auszeichnung für Menschen mit Vorbildwirkung

Haslauer ehrte zwei Lebensretter und zahlreiche verdiente Persönlichkeiten
Salzburger Landeskorrespondenz, 09. October 2007

(LK)  Bei den ausgezeichneten und geehrten Personen handle es sich um Menschen mit Vorbildwirkung, die immer mehr als das Übliche getan haben. Das betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer gestern, Montag, 8.Oktober, Abend, beim Ehrungsfestakt in der Salzburger Residenz. Haslauer überreichte unter anderem zwei Lebensrettungsmedaillen sowie Auszeichnungen des Landes und des Bundes.

Die Lebensrettungsmedaille des Landes Salzburg für eine unter Einsatz des eigenen Lebens vollbrachte Rettung von Menschen aus Lebensgefahr erhielten Gruppeninspektor Alois Krabb aus St. Johann im Pongau sowie Stefanie Räder aus Haßfurt in Deutschland. Gruppeninspektor Krabb hatte im September 2006 bei einem schwierigen Polizeieinsatz einem Kollegen das Leben gerettet. Stefanie Räder hatte im April 2007 eine Frau unter äußerst schwierigen Umständen aus dem 13 Grad kalten Ritzensee in Saalfelden gerettet.

Das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhielt Univ.-Prof. Dr. Gerhard Hacker aus Mattsee. Prof. Hacker leitet innovativ und mit großem Engagement das Forschungsinstitut für Grund- und Grenzfragen der Medizin und Biotechnologie am Landeskrankenhaus Salzburg. Er forscht verdienstvoll an der Schnittstelle der Medizin zu verwandten Fachgebieten. Der Ehrenbecher des Landes Salzburg wurde an Mag. Herbert Silberberger aus Unken verliehen. Er hat sich in den verschiedensten Funktionen für eine moderne und professionelle Behindertenpolitik große Verdienste erworben.

Das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg wurde an Lydia Höller aus Zell am See, Marianne Hörl aus Saalfelden, Gerhard Lambert aus Salzburg, Heinrich Lochner aus Wald, Primar Dr. Heinz Luschnik aus Mittersill, Erika König aus Wals, Alois Plank aus Salzburg, Kommerzialrat Adolf Stadler aus Salzburg, Dr. Lore Telsnig aus Salzburg und an Walter Wihart aus Bad Hofgastein verliehen.

Lydia Höller engagierte sich neben der erfolgreichen Führung ihres Betriebes als Damenkleidermacherin erfolgreich für die Aus- und Weiterbildung im Kleidermachergewerbe. Sie ist seit 1995 Innungsmeisterin des Bekleidungsgewerbes in Salzburg und seit 2002 stellvertretende Bundesinnungsmeisterin. Marianne Hörl hat sich in ihrer Funktion als Obfrau des Vereines "Katastrophenhilfe Österreichischer Frauen-Salzburg" jahrzehntelang ehrenamtlich sozial engagiert und dabei große Verdienste erworben.

Gerhard Lambert engagiert sich neben der erfolgreichen Führung seiner Betriebe als Vorsitzender der Orthopädietechnikermeisterkommission weiters als gerichtlich beeideter Sachverständiger und Vorsitzender der Fachvertretung in der Bundesinnung. Heinrich Lochner hat sich für das Vereins- und Gemeinschaftswesen der Gemeinde Wald im Pinzgau seit 1969 in den verschiedensten Bereichen und Funktionen besonders eingesetzt.

Dr. Luschnik hat sich jahrelang unermüdlich für das Krankenhaus Mittersill eingesetzt. In den Jahren seiner Leitung wurde das Krankenhaus Mittersill ausgebaut und hat sich einen hervorragenden Ruf erworben. Erika König arbeitet in den verschiedensten Funktionen seit 1987 für die Kinderkrebshilfe und hilft dadurch, die Situation krebskranker Kinder und deren Familien zu verbessern.

Alois Plank war von 1975 bis 2005 ehrenamtlich und mit großem Engagement für den Österreichischen Bergrettungsdienst tätig. Von 2003 bis 2005 war er als Bezirksleiter des Flachgaues tätig. Kommerzialrat Stadler hat sich durch seine erfolgreiche Unternehmensführung besondere Verdienste um den Wirtschaftsstandort Österreich und das Ausbildungswesen im Tischlerhandwerk erworben.

Dr. Telsnig ist bekannt für ihre Vielzahl von kunsthistorischen und landeskundlichen Arbeiten und ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Walter Wihart ist seit Jahrzehnten ehrenamtlich als Obmann des Vereines "Via Aurea" tätig und betreut archäologische und historische Forschungen der Universität Salzburg.

Silberne Verdienstzeichen des Landes überreicht

Das Silberne Verdienstzeichen des Landes Salzburg erhielten Kommerzialrat Erasmus Brandstätter aus Faistenau, Diplom-Gesundheits- und -Krankenpflegerin Elisabeth Danzl aus Salzburg, Roman Flicker aus Kaprun, Dietmar Kainz aus Wien, Sabine Lacchini aus Salzburg, Otto Peter Lang aus Salzburg, Dipl.-Ing. Hubert Pürgy aus Salzburg und Johann Webersdorfer aus Köstendorf.

Kommerzialrat Brandstätter hat sich im Tourismus, als Kapellmeister und als Gemeinderat zum Wohle der Gemeinde Faistenau engagiert. Elisabeth Danzl ist mit großem persönlichem Einsatz als Leiterin des Pflegedienstes in der Landespflegeanstalt Salzburg-Mülln tätig. Von Anfang an hat sie neben der hohen Pflegequalität die liebevolle Zuwendung für die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt. Sie ist als Expertin in der Palliativpflege weitum anerkannt.

Roman Flicker ist seit 1990 ehrenamtlich mit großem Einsatz für die Lawinenwarnkommission der Gemeinde Kaprun tätig, und Dietmar Kainz engagiert sich seit Jahrzehnten für das Traditionsregiment Nr. 59 "Erzherzog Rainer", das Wehrgeschichtliche Museum und die Kameradschaft Salzburg.

Sabine Lacchini hat sich als Präsidentin des Heimatvereines Stadtteilmuseum Liefering und um das Traditionsregiment Nr. 59 "Erzherzog Rainer" große Verdienste erworben. Otto Peter Lang unterstützt seit Jahren den Kameradschaftsbund, das Traditionsregiment Nr. 59 "Erzherzog Rainer" und auch den Unterricht an Schulen durch Vorträge und Leihgaben.

Dipl.-Ing. Pürgy hat sich durch sein jahrzehntelanges Wirken für den Amateurfunkverband Salzburg und die Begleiteinsätze bei humanitären Hilfsaktionen verdient gemacht und Johann Webersdorfer ist seit Jahrzehnten unermüdlich und ehrenamtlich für die Wassergenossenschaft Köstendorf tätig.

Stets dem Gemeinwohl den Vorzug eingeräumt

Wo immer die Geehrten auch in einem der vielen Tätigkeitsfelder der Gesellschaft tätig seien, es seien stets der persönliche Einsatz und die selber auferlegte soziale Verantwortung, die zu diesen Leistungen führen, betonte Haslauer. Der Einsatz könne im Einzelfall bis zur Rettung eines Menschenlebens gehen. Einer der Einsatzkräfte ist in Ausübung des Ehrenamtes verunglückt und seither im Rollstuhl. Der Dank gelte nicht nur dem beruflichen, sozialen oder kulturellen Engagement. Die Ausgezeichneten haben auch stets dem Gemeinwohl den Vorzug eingeräumt und mehr getan und geleistet als der Durchschnitt der Bevölkerung. Vieles funktioniere nur, weil Arbeit geleistet werde, die oft nicht bemerkt werde. "Ihnen ist es zu verdanken, dass Österreich und Salzburg wirtschaftlich und sozial stark sind, international angesehen und kulturell auf höchstem Niveau", sagte Haslauer.

Sehr viele Verdienste beruhen auf ehrenamtlichem Engagement, das eine wichtige Grundlage des Zusammenlebens in der Gemeinschaft sei. Freiwilliges Engagement finde oftmals im Hintergrund statt. Ehrenamtlich tätige Menschen reden nicht viel über ihr Engagement, weil sie es gerne tun. "Mit der Arbeit in Initiativen, Vereinen und Verbänden machen Sie das Leben in unserem Land reich und vielfältig. Diese Leistungen verdienen gesellschaftliche Anerkennung, Bestätigung und Ermutigung", betonte Haslauer. L213-51 

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