Neue Räume für die Volksschule Wals

Burgstaller und Haslauer eröffneten gemeinsam mit Bundespräsident Fischer die neue Volksschule in Wals
Salzburger Landeskorrespondenz, 21. October 2012

(LK)  186 Schülerinnen und Schüler sowie 30 Lehrerinnen und Lehrer erhielten mit dem Neubau der Volksschule Wals neue Räumlichkeiten. Insgesamt wurden in den Neubau 6,5 Millionen Euro investiert. Zehn Klassen konnten bereits im September, rechtzeitig zu Schulbeginn, in das neue Schulgebäude einziehen. "Es gibt keine besseren Investitionen in die Zukunft einer Gesellschaft und eines Landes als in die Bildung", betonte Bildungsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Sonntag, 21. Oktober, bei der offiziellen Eröffnung, an der auch Gemeindereferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer und Bundespräsident Dr. Heinz Fischer teilnahmen.

"Für eine zukunftsorientierte Ausbildung der Kinder und Jugendlichen sind neben gut ausgebildeten, engagierten und motivierten Lehrerinnen und Lehrern auch Räumlichkeiten, die kreatives und freudvolles Lehren und Lernen ermöglichen, notwendig", so Burgstaller weiter. Diese Rahmenbedingungen seien in der neuen Volksschule Wals geschaffen worden: zentral gelegene und großzügig angelegte Konferenz- und Direktionsräume, Arbeitsplätze für das Lehrpersonal mit Kleinküche, großräumige Lehrmittelzimmer, interaktive Schultafeln für jede Klasse, höhenverstellbare Einzeltische und Stühle in jeder Klasse, großzügige Schrankwände und Pinnwände oder integrierter Bereich für sonderpädagogischen Förderbedarf.

Die Aula im Erdgeschoß kann für größere Veranstaltungen mit moderner Medientechnik genutzt werden. In diesem Bereich sind Räume für die Nachtmittagsbetreuung und die Speisenausgabe untergebracht. Bei der Gestaltung wurde auf neueste pädagogische und ergonomische Erkenntnisse Rücksicht genommen. Die Gemeinde Wals-Siezenheim als "e5-Gemeinde" hat sich bei der Umsetzung von Bauprojekten zur höchsten Energieeffizienz verpflichtet. Bei der Planung der technischen Gebäudeausrüstung wurde daher größtes Augenmerk auf die Verwendung erneuerbaren Energien gelegt.

Burgstaller: Allen Anforderungen einer modernen Schule gerecht

"Die neue Volksschule Wals wird allen Anforderungen einer modernen Schule gerecht", betonte Burgstaller. "Die Schule als Gemeinschaft von Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern ist ein Vorbild für ein funktionierendes Miteinander. Um allen Kindern dieselbe Chance für ihre Entwicklung zu geben, müssen wir die Rahmenbedingungen schaffen und den Kindern Ausbildungsmöglichkeiten, die ihnen einen erfolgreichen Weg für ihre weitere Entwicklung ebnen, bieten. Konkretes Zeichen dafür sind die zahlreichen Investitionen in die bestmögliche Bildungs-Infrastruktur, also Neu-, Um- und Ausbauten von Schulgebäuden im Land Salzburg."

Haslauer: Vorbildliches Projekt umgesetzt

"Mit der neuen Volksschule Wals ist ein in architektonischer, energietechnischer und pädagogischer Hinsicht vorbildliches Projekt umgesetzt worden", so Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer. "Diese Volksschule wird in der Energieeffizienz eine Vorreiterrolle einnehmen, denn sie ist das bisher einzige völlig energieautarke öffentliche Bauprojekt in Österreich."

Die für Schule und Turnhalle benötigte Energie wird selber erzeugt, dafür sorgen eine Kombination aus Fotovoltaik mit 350 Quadratmetern Sonnenkollektoren auf dem Dach und Erdwärme. Das Warmwasser dafür kommt aus einer Erdwärme-Tiefenbohrung. Aus dem von Haslauer geführten Gemeinderessort wird rund ein Viertel der Kosten von insgesamt rund sieben Millionen Euro – inklusive Abriss des alten Gebäudes und der Übergangs-Containerschule – beigesteuert.

Identitätsstiftung der Schüler mit ihren Klassen

Für die Architektur zeichnete Dipl.-Ing. Ludwig Kofler verantwortlich, Bauherr ist die Gemeinde Wals-Siezenheim, das Baumanagement hatte die Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft (gswb) über. Als Generalübernehmer fungierte die Bau und Service Hillebrand GmbH. Die Herangehensweise an dieses Wettbewerbsprojekt war, das Grundstück möglichst flächenmäßig auszunützen, jedoch den Baukörper so zu gliedern, dass er sich den umliegenden Nachbarschaftsgebäuden anpasst. Der Gangbereich bildet teilweise Nischen aus, Sitznischen hinter einem Panoramafenster, wo sich die Kinder in der Pause sammeln können. Durch die Abstufung eines der beiden Volumen entstand eine attraktive und barrierefrei erreichbare Freifläche. Um zukünftig die bestehende Turnhalle in seiner Nutzung aufzuwerten, wurde der Neubau mit einem transparenten Verbindungsstück an den Bestand angedockt. Über diesen attraktiven Zugang werden nun unabhängig vom Schulbetrieb Vereinsmitglieder und Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer über das Foyer in die Turnhalle oder in den Garderobenbereich geleitet. Eine besondere Attraktion sind die in unterschiedlichen Farben ausgebildeten Nischen der Klasseneingänge und Klassenrückwände. Das Farbkonzept bahnt sich seinen Weg von den Garderoben durch die übrigen Geschosse und trägt zur Identitätsstiftung der Schülerinnen und Schüler mit ihren Klassen bei. q236-55