Jetzt das Wohnen für später planen

Leitfaden für alle, die sich rechtzeitig Gedanken über die optimale Wohnform machen
Salzburger Landeskorrespondenz, 28. January 2020

(LK)  Die Jahre vergehen, die Wohnbedürfnisse verändern sich – und das nicht nur für hochbetagte und pflegebedürftige Menschen. Für die Vorbereitung des Wohnens dieser Generation haben die Alternswissenschafterin Sonja Schiff und die Architektin Ursula Spannberger einen Leitfaden zusammengestellt. „Was ihn so wertvoll macht, sind die vielen praktischen Tipps, die gemeinsam mit Betroffenen und Interessierten erarbeitet wurden. Denn: Altersgerechtes Wohnen betrifft uns alle früher oder später“, betonte Landesrätin Andrea Klambauer bei der Präsentation.

„Menschen werden zum Glück immer älter. Damit umfasst die Lebensspanne, nachdem die Kinder ausgezogen sind, mehrere Jahrzehnte. Wir wollen ermutigen, sich selber einmal Gedanken zu machen, welcher Wohnraum zu einem und zu seinem Leben passt. Denn gerade in der Pension verbringt man mehr Zeit daheim, als in den Jahren davor“, so Klambauer.

An konkreten Bedürfnissen ausgerichtet

Aus mehr als 20 Interessierten aus ganz Salzburg wurden fünf ausgewählt, die das Angebot von www.neueswohnen70plus.at in Anspruch nehmen konnten. Die Anliegen waren vielfältig und bunt: vom Wunsch nach Vermittlung einer barrierefreien Wohnung über generelle Beratungen zu Möglichkeiten des Wohnens im Alter bis zu konkreten Anliegen, etwa nach Beratung zur Verwirklichung eines generationenübergreifenden Wohnprojekts. „Durch die Gespräche ist mir viel klarer geworden, was ich will und was ich nicht will“, berichtet Edith Zehentmayer über die Beratung. All das ist eingeflossen in den Leitfaden „Babyboomer aufgepasst – Jetzt das Wohnen für später planen“, der ab sofort überall im Buchhandel erhältlich ist. Ein Auszug kann auf der Webseite des Landes heruntergeladen werden.

Wohnen im Alter – von Lust und Last

Für manche ist der eigene Garten ein Hobby und Quell der Freude, von anderen wird er als Arbeit und Last empfunden. Genauso kann eine große Wohnung als bereichernd empfunden werden oder als große finanzielle Belastung, die noch dazu viel Putzaufwand erfordert. Und dann bringt das Wohnen im Alter noch besondere Herausforderungen mit sich, die beispielsweise einen Lift oder eine barrierefreie Wohnung notwendig machen. „Wir möchten ihnen mit diesem Buch die Auseinandersetzung mit diesen Fragen ans Herz legen, am besten, lange bevor es eine unmittelbare Notwendigkeit dafür gibt“, so die beiden Autorinnen. Sonja Schiff erkannte: „Ein gutes Leben im Alter kommt nicht von alleine, es muss rechtzeitig vorbereitet werden.“ Und Ursula Spannberger ergänzt: „Wir sind zwei Frauen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Mit diesem Thema haben wir ein gemeinsames Herzensprojekt gefunden, das uns auch persönlich berührt und beschäftigt.“ LK_200128_60 (sm/grs)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum