Landwirtschaftsschulen: Qualitätssprung ins nächste Jahrzehnt

Neun Millionen Euro für neue Werkstätten in Tamsweg, eine neue Lehrküche in Kleßheim und ein Holzhochhaus in Bruck
Salzburger Landeskorrespondenz, 29. January 2020

(LK)  Für die vier Landwirtschaftsschulen (LFS) läuft heuer ein großes Investitionsprogramm an. „Mit den eingesetzten neun Millionen Euro entwickelt das Land ‚seine‘ Schulen weiter, um der Jugend in den ländlichen Regionen weiterhin eine gute, moderne Ausbildung zu ermöglichen und der nächsten Generation an Bäuerinnen und Bauern das bestmögliche Werkzeug für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft in die Hand zu geben“, ist Landesrat Josef Schwaiger überzeugt.

 

 

Einen Qualitätssprung ins nächste Jahrzehnt ermöglichen neue Werkstätten in Tamsweg. Dort werden 5,5 Millionen Euro für den praktischen Unterricht bereitgestellt. Für Holz- und Metalltechnik, Milch, Fleisch und Obst entstehen dort neue Unterrichtsräume. Zudem werden Schulungsräume für Marketing und ein Verkaufsraum angeschlossen.

Produkte aus der Region verarbeiten und verkaufen

Die Metzgerei ermöglicht es auch, Tiere von anderen Landwirten zu verarbeiten, das spart lange Wege und stärkt die regionale Produktion. „Gerade im sehr kleinstrukturierten Lungau kann die Landwirtschaft nur mit einer Erhöhung der Wertschöpfungskette erfolgreich sein. Zu bereits vorhandenen Initiativen wie dem Lungauer Kochwerk oder dem Biosphärenpark passt es, wenn die LFS Tamsweg noch mehr in den Mittelpunkt der praktischen Schulausbildung gerückt wird“, so Schuldirektor Mathias Gappmaier. Ebenfalls neu gebaut wird eine kleine Lehrmolkerei und -käserei, in der die eigene Milch der Schule veredelt wird.

Neue Lehrküche in Kleßheim

Kochen ist wieder im Trend. Daher muss mit einer neuen Lehrküche dem erweiterten Bedarf Rechnung getragen werden. Um 550.000 Euro wird der bestehende Speiseraum in eine neue Lehrküche umgebaut, das Bestandsgebäude bekommt einen Wintergarten als Speiseraum dazu. „Hier wird in Zukunft nicht nur gekocht, sondern auch Brot gebacken, konserviert und veredelt. Manche behaupten, dass dort auch eine Hexenküche aufsperren wird“, berichtet Kleßheim-Direktor Johann Eßl augenzwinkernd.

Ein hölzernes Hochhaus für Bruck

„Wenn der Platz nicht mehr ausreicht, sollen die Häuser in die Höhe und nicht in der Breite wachsen. Schülerinnen der LFS Bruck müssen seit mehreren Jahren in Privatpensionen in der Umgebung untergebracht werden. Im September wird daher um knapp drei Millionen Euro ein Zubau des Schülerheims mit zusätzlich 30 Betten fast zur Gänze aus Holz errichtet“, sagt Landesrat Schwaiger. Zusätzlich entstehen Unterrichtsräume im neuen Ausbildungszweig Gesundheitsmanagement. Damit können Pflegesituationen simuliert werden. „Das schönste am neuen Gebäude wird die neue Terrasse im dritten Obergeschoß mit Blick über den gesamten Ober- und Unterpinzgau. Hier lässt es sich leben“, schwärmt Direktor Christian Dullnigg schon jetzt.

Alles an einem Ort in Winklhof

Ein großes Werkstätten-Neubauprojekt soll die LFS Winklhof in Oberalm zukunftsfit machen. Derzeit überlegen etwa 50 Architekten in Form eines Wettbewerbs, wie das am besten gelingen kann. Im April wird das beste Projekt ausgewählt, mit dem dann die Werkstätten für Holz-, Metall-, Land- und Gebäudetechnik neu gebaut und im zweiten Schritt die Pferdewirtschaft vom Wiesenhof an den Winklhof wandern kann. „Damit werden alle Kompetenzen und Fachrichtungen konzentriert, damit auch Synergien geschaffen werden und die Landwirtschaftsschule als Einheit erkennbar ist“, so Winklhof-Direktor Georg Springl. LK_200129_60 (sm/grs)

Medienrückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum