Schmetterlinge fliegen auf Natura-2000-Gebiet Untersberg-Vorland

EU-Kommission lobt das Vorzeigebeispiel / Eschen-Scheckenfalter und Orchideen profitieren
Salzburger Landeskorrespondenz, 12. February 2020

(LK)  „Dieser Brief aus Brüssel freut mich besonders, weil er zeigt, dass unsere Maßnahmen eindrucksvoll wirken“, sagt Landesrätin Maria Hutter über positive Post der Europäischen Kommission. Das Natura-2000-Gebiet Untersberg-Vorland bietet seit dem LIFE-Projekt mehr Schmetterlingen und Pflanzen eine Heimat, ist daher Vorzeigebeispiel für die Artenvielfalt.

Die Umgestaltung von 3,5 Kilometer Waldrand, zusätzliche 20 Hektar Streuwiesen, intensive Zusammenarbeit mit den Landwirten – das alles machte das Naturschutzprojekt Untersberg-Vorland aus. Gemeinsames Ziel: im Natura-2000-Gebiet den Schmetterlingen und Pflanzen mehr Platz einräumen. Vor neun Jahren wurde Bilanz über das erfolgreiche Projekt gezogen, vor kurzem haben die Experten der EU-Kommission noch einmal die langfristigen Folgen und Auswirkungen unter die Lupe genommen. Fazit: Die aktiven Schutzmaßnahmen haben gewirkt, ein regelmäßiges Monitoring ist anzustreben.

Gemeinsamer Einsatz zahlt sich aus

„Nahezu alle Projektflächen mit durchgeführten Naturschutzmaßnahmen haben sich bis heute positiv entwickelt und bedeutend zur Sicherung des Erhaltungszustands sowohl der Zielhabitate als auch der Pflanzen- und Tierpopulationen beigetragen. Der kontinuierliche Einsatz Ihres Amtes für den Schutz der Natura-2000-Gebiete ist vorbildlich“, so das Lob aus Brüssel. „Unterstrichen wird auch die intensive Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben, dem Salzburger Freilichtmuseum und der beim Haus der Natur ansässigen Schutzgebietsbetreuerin Elisabeth Ortner. Für mich eine Bestätigung, dass unser Weg ,Naturschutz funktioniert nur gemeinsam‘ der richtige ist“, so Landesrätin Maria Hutter.

Pflanzen und Tiere finden hier idealen Lebensraum

Konkret haben sich am Fuße des Untersbergs die Pflanzen- und Tierpopulationen gut erholt. „Das Sumpfglanzkraut, eine eher unscheinbare Orchidee, zum Beispiel, aber auch der Skabiosen-Scheckenfalter“, weiß die Landesrätin. Zu kämpfen hat nach wie vor der seltene Eschen-Scheckenfalter. Wie der Name schon sagt, braucht dieser Schmetterling die Esche, die allerdings bedroht ist. „Wir werden dem aktiv entgegenwirken, offene Waldlichtungen pflegen und junge Pflanzen setzen“, versichert Maria Hutter. LK_200212_70 (mel/grs)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum