Die Nebensaison geht in Pension

Salzburg ist auf dem Weg zur Ganzjahresdestination / „Schwache“ Monate mittlerweile stark / Tag der Tourismuswirtschaft
Salzburger Landeskorrespondenz, 18. February 2020

(LK)  Salzburg kratzt an der 30-Millionen-Marke. 29,8 Millionen Übernachtungen wurden in der Saison 2018/19 gezählt. „Wir sprechen inzwischen weniger von einer Sommer- oder Wintersaison, unser Land ist bei Gästen aus fern und nah auch zu den bisher schwächeren Zeiten immer beliebter. Und es geht auch nicht mehr um die Jagd nach Nächtigungen, sondern um Wertschöpfung“, beschreibt Landeshauptmann Wilfried Haslauer die anhaltende positive Entwicklung.

Es gab viel zu bereden am Tag der Tourismuswirtschaft in Salzburg, auch dass sich die Zeiten ändern. Mittlerweile hat der Sommer mit 51 Prozent der Ankünfte des Tourismusjahrs bereits die Nase vorne, bei den Nächtigungen sind es bereits 46 Prozent. Die Steigerung betrifft dabei weniger die traditionell „Hauptsaison“-Monate Jänner, Februar, Juli und August. Vielmehr waren es insbesondere die Monate der Nebensaisonen, der November und Dezember 2018 sowie Juni und Oktober 2019, die zum Top-Ergebnis des Tourismusjahres beigetragen haben.

Mit vereinten Kräften zur Topdestination

„Dass es übers ganze Jahr attraktiv ist, bei uns zu urlauben, verdanken wir allen Tourismuskräften - vom Kellner-Lehrling bis zum Unternehmer, vom Straßenarbeiter bis zur Fremdenverkehrsbüro Mitarbeiterin und nicht zuletzt den Freiwilligen der Hilfsorganisationen, die auf Skipisten und an den Badeseen für Sicherheit sorgen“, ist für Landeshauptmann Wilfried Haslauer klar.

Kindl: „Buchen auf Knopfdruck bestimmt den Markt.“

„Das Buchungsverhalten wird immer kurzfristiger, es braucht Fingerspitzengefühl, um keine Lücken bei der Belegung entstehen zu lassen. Komplett gewandelt hat sich das Storno-Verhalten, vor allem beim Städtetourismus, dem klaren Tourismus-Zugpferd. Schnäppchenjäger verursachen mehr Aufwand bei der Kommunikation“, berichtet Roland Kindl vom Hotel Kristall in Obertauern aus der Praxis.

Petra Nocker-Schwarzenbacher: „Erfolgsbranche braucht Arbeitskräfte“

Neben der zunehmenden Digitalisierung bleibt für Bundesspartenobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher die Frage der Arbeitskräfte die wichtigste Herausforderung. Dringend benötigt werden nicht nur spezialisierte Fachkräfte, sondern Mitarbeiter in allen Bereichen. „Tourismus und Freizeitwirtschaft boomen allerorten und bieten ausländischen Kräften immer mehr Jobs in der Heimat, was natürlich die Personalsuche nicht leichter macht.“ Ihr Fazit fällt trotzdem gut aus: „Wir sind eine Erfolgsbranche, und in Österreich die einzige, die auch während der Krise vor rund zwölf Jahren positive Zahlen vermelden konnte“, so Nocker-Schwarzenbacher, die den Brückenwirt in St. Johann im Pongau als Familienbetrieb führt.

Salzburg punktet mit Sicherheit und Sauberkeit

Als Urlaubsziel muss sich Salzburg auch im neuen Jahrzehnt gegen internationale Konkurrenz durchsetzen, aber man hat gute Trümpfe in der Hand. Geschätzt werden Sicherheit und eine intakte Umwelt. „Für viele ist es nicht selbstverständlich, Wasser aus der Leitung trinken zu können. Regionale Produkte beim Frühstücksbuffet kommen sehr gut an - die Werbebotschaft war hier sicher erfolgreich“, unterstreicht Haslauer. LK_200218_60 (sm/mel)

 

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum