Die EU mit jungen Augen gesehen

53 Gymnasiasten aus Seekirchen erfuhren aus Perspektive einer Praktikantin im Verbindungsbüro, wie die EU tickt
Salzburger Landeskorrespondenz, 19. February 2020

(LK)  Julia Moser studiert Jus in Wien, im Moment absolviert sie aber ein Praktikum im Salzburger Verbindungsbüro in Brüssel. Sozusagen auf gleicher Wellenlänge vermittelte sie ihre Erfahrungen in der inoffiziellen Hauptstadt der Europäischen Union an 53 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen des Bundesgymnasiums Seekirchen. Ehrensache - schließlich hat sie an dieser Schule vor wenigen Jahren selber maturiert.

Begleitlehrerin Roswitha Haberl, sie unterrichtet Englisch sowie Geografie und Wirtschaftskunde, schätzt an der Brüssel-Reise vor allem den starken Praxisbezug: „Meine Erfahrung ist die, dass es immer wichtig für die Schülerinnen und Schüler ist, auch Bilder zu den Inhalten zu bekommen. Ich glaube, dass emotional eine ganz andere Bindung entsteht, wenn Schülerinnen und Schüler die Europäischen Institutionen einmal gesehen haben und wenn sie Brüssel begangen haben.“

EU aus Jugendsicht: Friede, reisen und studieren

Im Gespräch mit einigen Schülerinnen zeigte sich, dass der jungen Generation die Bedeutung der EU sehr bewusst ist: „Sie ist für mich langjähriger Friede zwischen den Ländern“, so Lena Maierbrugger, Schülerin der 6A. Ihre Mitschülerin Simone Fuchs fügt hinzu: „Die EU bedeutet für mich, dass ich reisen darf und auch ohne Einschränkungen woanders leben kann.“ Carla Grimmeisen, ebenso in der 6A, verbindet mit der EU vor allem, dass sie auch in einem anderen EU-Mitgliedstaat ein Studium beginnen kann.

Europäische Institutionen hautnah erleben

Auf ihrer fünftägigen Belgien-Reise besuchten die Jugendlichen im Alter von 14 -16 Jahren den Plenarsaal des Europäischen Parlaments, in dem an Sitzungstagen 705 Abgeordnete aus allen EU-Mitgliedstaaten zusammenkommen und das Parlamentarium, ein interaktives Museum, das den Besucherinnen und Besuchern über multimediale Installationen die Arbeit des Europäischen Parlaments näherbringt. Weitere Besuchsstationen waren das Haus der Europäischen Geschichte, wo die Schülerinnen und Schüler auch an einem Workshop teilnahmen, und die Ständige Vertretung Österreichs. Außerdem war die EU-Exkursion des BG Seekirchen unter der Leitung von Professorin Hildegard Neumayer-Wallinger im Salzburger EU-Verbindungsbüro in Brüssel zu Gast. Mit Leiterin Michaela Petz-Michez diskutierten die jungen Flachgauerinnen und Flachgauer über die Mitwirkungsmöglichkeiten Salzburgs auf EU-Ebene. LK_200219_61 (sm/mel)

 

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