Corona-Virus: Vorsorge für den Fall der Fälle

Land stimmt Vorgehensweise bei Ausbreitung in Salzburg ab / Tipps zur Minimierung des Risikos
Salzburger Landeskorrespondenz, 25. February 2020

(LK)  Nach wie vor ist Salzburg nicht von Erkrankungen mit dem Corona-Virus betroffen. Vorsorglich haben sich heute die verantwortlichen Regierungsmitglieder, Vertreter der Einsatzorganisationen und Experten über eine Vorgehensweise abgestimmt, falls es zu einem bestätigten Fall im Land Salzburg kommt. „Wir wollen weder das Risiko kleinreden noch dramatisieren. Unser Fokus liegt darauf, eine mögliche Ausbreitung nach Möglichkeit einzudämmen“, sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer nach einem Koordinierungsgespräch.

 

„Für die Bevölkerung wollen wir ein möglichst normales Alltagsleben sicherstellen, die nötigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen und die Informationen zum richtigen Verhalten zur Verfügung stellen“, so Haslauer. „Wir sehen keine Veranlassung, Veranstaltungen abzusagen oder die Mobilität einzuschränken.“

Stöckl: „Bei Symptomen am besten zu Hause bleiben“

Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl erinnert daran, dass es bei Auftreten von grippeähnlichen Symptomen am besten ist, zu Hause zu bleiben und den Hausarzt telefonisch zu verständigen. „Bei einer Verschlimmerung sind die Kliniken im Land vorbereitet. Auch für die Betreuung von Erkrankten außerhalb der eigenen vier Wände haben wir bei Bedarf vorgesorgt“, so Stöckl.

Juhasz: „Auf Corona-Fälle vorbereitet.“

„In 80 Prozent der Fälle verläuft eine Erkrankung am Corona-Virus mild“, so Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz. „Bisher gibt es keine bestätigte Erkrankung in Salzburg. Wir rechnen aber auch in Salzburg mit Erkrankten und bereiten uns bestmöglich darauf vor.“ Die beste Vorsorge ist laut Juhasz, sich an die Hygienetipps zu halten, also gründliches Händewaschen mit Seife und Husten oder Niesen immer in ein Taschentuch oder ersatzweise in die Ellenbeuge.

Bei Symptomen zuerst zum Hörer greifen

Wichtig für alle mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Husten und Atembeschwerden ist vor allem eines: Erster Schritt ist ein Anruf beim Hausarzt oder rund um die Uhr bei der Gesundheitsberatung unter 1450 und der AGES-Hotline unter 0800 555 621, um eine medizinische Einschätzung zu erhalten und die weitere Verbreitung möglichst zu vermeiden.

Risiken minimieren

Gemeinsames Ziel ist es, die Risiken einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Küssen), über Hand-Mund-Augen-Kontakt oder über Kontakt mit kontaminierten Oberflächen. Die Landessanitätsdirektion hat dazu unter www.salzburg.gv.at/corona-virus Verhaltenstipps zusammengestellt:

  • Bei Fieber, Husten, Halsschmerzen oder Atembeschwerden gilt: Wenn Sie bis zu 14 Tage vor Beginn Ihrer Erkrankung in einem Risikogebiet waren, oder Kontakt zu einem nachweislich am Corona-Virus erkrankten Menschen hatten, kontaktieren Sie umgehend telefonisch Ihren Hausarzt, oder wählen Sie 1450. Bleiben Sie zuhause, halten Sie Abstand zu anderen Personen, und vermeiden Sie Händeschütteln.
  • Für alle, ob krank oder gesund, gelten die üblichen Hygienemaßnahmen: Niesen und husten Sie in ein Papiertaschentuch, ersatzweise in die Ellenbeuge. Waschen Sie Ihre Hände immer vor dem Essen und nach Kontakt mit Oberflächen wie zum Beispiel Haltegriffe und Türschnallen mit Seife und warmem Wasser oder alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln.
  • Mund, Nase und Augen nicht mit schmutzigen Händen berühren.
  • Gefährdet sind vor allem Menschen mit engem Kontakt zu einem am Corona-Virus Erkrankten wie zum Beispiel Familienangehörige und medizinisches Personal ohne entsprechende Schutzausrüstung.
  • Reisen Sie nicht in betroffene Gebiete. LK_200225_60 (sm/grs)

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Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at; Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum