Einzigartige Schatzkiste der Volkskultur

Haus der Salzburger Volkskulturen: Gedächtnisspeicher für Bräuche, Handwerk, Kunst und Volksmusik
Salzburger Landeskorrespondenz, 28. February 2020

(LK)  8.500 Bücher zu Bräuchen, Handwerk, Tracht, Kunst und Volksmusik, an die 500 Biografien von wichtigen Vertretern der Salzburger Volkskultur und historischen Salzburger Persönlichkeiten, mehr als 7.000 analoge Fotografien, Dias und Diapositivplatten und hunderte historische Lied- und Instrumentalmusikhandschriften. Das alles und noch viel mehr ist in den Kellerräumen des Hauses der Salzburger Volkskulturen archiviert.

„Dieses umfangreiche Archiv bildet sozusagen den volkskulturellen Gedächtnisspeicher des Landes Salzburg“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

1.000 Laufmeter Archivregale

Im Untergeschoß des Gebäudes befinden sich 1.000 Laufmeter Regale für Archive und die Bibliothek. Die Fachbibliothek der Salzburger Volkskultur umfasst rund 8.000 Bücher sowie 1.000 Zeitschriftenjahrgänge mit lokaler Schwerpunktsetzung. Als Sondersammlungen sind erfasst: ein Biografienarchiv zu maßgeblichen Persönlichkeiten der Salzburger Volkskultur, ein Fotoarchiv sowie ein bisher nur teilweise erschlossenes Tonträgerarchiv, bestehend aus rund 1.200 CDs, 700 LPs, 1.000 Schellacks und 500 Musikkassetten beziehungsweise Tonbändern.

Tausende Lieder und „Schnaderhüpfl“

Das Archiv des Salzburger Volksliedwerks verfügt über einzigartige Informationen zur musikalischen Volkskultur Salzburgs der vergangenen 100 Jahre, darunter tausende Lieder und „Schnaderhüpfl“, das sind Gstanzl, aus der Zeit von 1912 bis zur Mitte der 1930er Jahre. Die Bestände im Haus der Salzburger Volkskulturen setzen sich aus der Fachbibliothek sowie den Archivbeständen des Forum Salzburger Volkskultur und des Salzburger Volksliedwerkes zusammen. Darunter finden sich außerdem zahlreiche Tonträger sowie Materialien von Feldforschungen zur musikalischen Volks- und Populärkultur seit 1975.

Datenbank wird digitalisiert und ständig erweitert

„Das Datenbanksystem wurde nach internationalen Standards katalogisiert und miteinander verknüpft. Es wird ständig erweitert und vor allem um digitale Bestände angereichert“, so Lucia Luidold vom Referat Volkskultur, kulturelles Erbe und Museen. Die Datenbank kann unter www.volksmusikdatenbank.at abgerufen werden. Das Archiv ist nach terminlicher Vereinbarung frei zugänglich. LK_200228_13 (ram/sm)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum