Zu Besuch in „Klein-Amerika“

Denkmalschutz und nachhaltige Baukultur / Staatssekretärin Lunacek zu Besuch in der General-Keyes-Straße in Salzburg
Salzburger Landeskorrespondenz, 05. March 2020

(HP)  Die Wohnanlage in der General-Keyes-Straße ist ein einzigartiges architektonisches Gesamtkonzept – und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Ulrike Lunacek, Staatssekretärin für Kunst und Kultur, besuchte heute gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn die seit 2017 unter Denkmalschutz stehende USFA (United States Forces in Austria)-Wohnhausanlage. „Die Wohnhaussiedlung in der General-Keyes-Straße ist nicht nur ein wertvolles Zeitdokument, sondern auch ein gelungenes Beispiel von Bewahren und Beleben gleichzeitig“, so Schellhorn.

Im Volksmund wird die Siedlung liebevoll „Klein-Amerika“ genannt, da sie 1950 für US-amerikanische Offiziere errichtet wurde. 1955 wurde sie von der Bundesimmobiliengesellschaft übernommen und 2006 von der GKS Liegenschaftsverwaltung GmbH erworben. Das Ensemble wird nun in vier Bauabschnitten in enger Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg und dem Bundesdenkmalamt revitalisiert. In Summe werden in die Generalsanierung und die Neubauten bis 2020 mehr als 80 Millionen Euro investiert.

Seit 2017 denkmalgeschützt

Die Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße wurde im Frühjahr 2017 unter Denkmalschutz gestellt und bleibt damit in ihrer historischen Bedeutung erhalten. Die Anlage ist nicht nur einer der wenigen erhaltenen Bauten aus den 1950er Jahren, sondern auch durch ihre Dimension bemerkenswert. Die Siedlung, die im Auftrag von US-General Geoffrey Keyes erbaut wurde, stand in starkem Kontrast zur lokalen Architekturtradition. „Mehr Grün, mehr Raum, der Verzicht auf eine blockweise Verbauung der Höfe zugunsten einer offenen Bauweise, geschwungene Verkehrs- und Gehwege zeichnen die Siedlung aus“, so der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Nachhaltige Baukultur

„Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel nachhaltiger Baukultur. Es schafft den Ausgleich zwischen sozialen, ökologischen und ökonomischen Anforderungen. Zum Schutz des kulturellen Erbes und zur Schaffung qualitätsvollen Lebensraums wurden Kooperation hier großgeschrieben und hohe Qualitätsmaßstäbe angelegt“, so Staatsekretärin Lunacek.

Kulturelles Erbe erhalten und Innovationen ermöglichen

„Der Baukultur in unserem Bundesland soll künftig genau das gelingen: Sie soll verbindend sein, kulturelles Erbe erhalten und Innovationen ermöglichen. Eine gelungene Baukultur ist identitätsstiftend und steigert die Lebensqualität“, so Schellhorn.

Monumento 2020 eröffnet

Staatssekretärin Ulrike Lunacek eröffnete im Anschluss gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreter Schellhorn die Denkmalpflege-Messe Monumento 2020, die im Messezentrum Salzburg von 5. bis 7. März stattfindet und in diesem Jahr unter dem Motto Yesterday, Today, Tomorrow steht. LK_200305_10 (ram/grs)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum