Besuche in Seniorenwohnhäusern und Behinderteneinrichtungen nur in Ausnahmefällen

Besondere Rücksicht aufgrund des Corona-Virus / Tipps wie man dennoch mit den Liebsten in Kontakt bleiben kann
Salzburger Landeskorrespondenz, 12. March 2020

(LK) Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sind durch das Corona-Virus besonders gefährdet. „Deshalb müssen gerade sie vor einer Infektion geschützt werden“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. „Und hier kann jeder von uns mithelfen, die Übertragung der Virusinfektion zu mindern. Wie man mit den Liebsten in einen Seniorinnen- und Seniorenwohnhaus oder einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen dennoch in Kontakt bleiben kann – wir haben ein paar Tipps zusammengestellt“, so Schellhorn.

Vorrangiges Ziel ist es, das Einschleppen einer möglichen Corona-Virus-Infektion in ein Seniorinnen- und Seniorenwohnhaus oder eine Behinderteneinrichtung einzudämmen beziehungsweise zu verhindern, so heißt es im Verhaltensleitfaden der Landessanitätsdirektion. Es wird empfohlen, auf Besuche zu verzichten und wenn, dann auf das unbedingt notwendig erforderliche Mindestmaß zu reduzieren. Besuche sollen auf maximal eine Person sowie zeitlich auf maximal eine Stunde beschränkt sein. Die Träger der Einrichtungen werden je nach Situation auch darüber hinaus gehende Einschränkungen festlegen.

Besuch nur symptomfrei möglich

Dabei ist es unbedingt erforderlich, dass die Besucherinnen und Besucher keine Krankheitssymptome wie Fieber, Husten oder Kurzatmigkeit aufweisen (Symptome einer Erkältungserkrankung). Alle müssen sich vor jeder Aufnahme eines Sozialkontakts in der Einrichtung die Hände waschen, gegebenenfalls, anschließend die Hände desinfizieren.

Ausreichend Abstand halten

Wenn möglich sollte auch ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden, so die Empfehlungen der Landessanitätsdirektion. Diese Maßnahmen gelten auch für Einrichtungen der Behindertenhilfe. „Je nachdem, wie sich die Lage entwickelt, werden die Maßnahmen dann erweitert oder aufgehoben, wir setzen hier die Empfehlungen der Landessanitätsdirektion sowie des Gesundheits- und des Sozialministeriums um“, betont Schellhorn.

Telefonieren, Skypen oder einen Brief schreiben

Die modernen Technologien machen es möglich, auch, wenn man räumlich getrennt ist, mit seinen Liebsten dennoch in Kontakt zu bleiben. Sicherlich nur ein Ersatz, doch in schwierigen Zeiten helfen hier das Handy oder Soziale Medien. „Und so manch eine Bewohnerin oder Bewohner eines Seniorinnen- und Seniorenwohnhauses oder einer Behinderteneinrichtung freut sich sicherlich auch über einen handgeschriebenen Brief oder ein selbstgemaltes Bild“, ist Schellhorn überzeugt, „denn oft kann man mit den einfachsten Dingen, die größte Freude schenken und es hilft vielleicht auch Sorgen zu mindern.“

Die Einrichtungen in Salzburg haben hohe Hygienestandards

„Salzburgs Seniorinnen- und Seniorenwohnhäuser sind gut vorbereitet und verfügen über einen Notfallplan. Und auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das Einhalten der Hygienemaßnahmen das ganze Jahr über selbstverständlich und es gelten hohe Hygienestandards“, so Schellhorn.

Wichtige Verhaltensregeln

Nach wie vor gelten die wichtigen Verhaltensregeln, um ein Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus zu minimieren:

  • Regelmäßig Hände gründlich waschen, mit warmen Wasser und Seife.
  • Wenn das nicht möglich ist, Desinfektionsmittel verwenden.
  • Händeschütteln und Begrüßungsbussi vermeiden.
  • Große Menschenansammlungen meiden.
  • Besondere Rücksicht und sorgfältige Handhygiene bei Kontakt mit älteren Menschen, chronisch kranken oder immunschwachen Personen.
  • Niemanden anhusten oder anniesen, sondern in ein Papiertaschentuch oder wenn nötig in die Ellenbeuge.
  • Nicht in betroffene Gebiete reisen.
  • Bei Symptomen wie Fieber und Husten zu Hause bleiben und den Hausarzt telefonisch kontaktieren, nicht gleich in die Praxis gehen.
  • Telefonhotline für allgemeine Fragen zum Corona-Virus: 0800 555 621 (AGES)
  • Telefonhotline wenn man Symptome hat, in einem Risikogebiet war und bei medizinischen Fragen: 1450
  • Alle Informationen auf einen Blick und auch in Englisch: www.salzburg.gv.at/corona-virus

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