Drei Covid-Zusatzspitäler: Messezentrum, St. Veit und Mittersill

Gesamtkonzept für bestmögliche medizinische Versorgung von Covid-Patienten in allen Teilen des Landes
Salzburger Landeskorrespondenz, 20. March 2020

(LK)  Heute gaben Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl grünes Licht für ein medizinisches Gesamtkonzept, das im Krisenstab ausgearbeitet worden war. „Die Salzburger Bevölkerung kann sicher sein, dass wir aus medizinischer Sicht alles unternehmen, um der Covid-Krise entgegenzutreten“, so Haslauer und Gesundheitsreferent Stöckl.

„Mit drei Zusatzspitälern haben wir Möglichkeiten geschaffen, Corona-Patienten von Nicht-Corona-Patienten zu trennen und diesen die bestmögliche medizinische Versorgung in allen Teilen unseres Landes zukommen zu lassen“, so Stöckl. Durch das medizinische Gesamtkonzept soll gesichert werden, dass jeder Patient innerhalb von 60 Minuten einen beatmungsfähigen Platz in einem Krankenhaus bekommt. Und: „Das Konzept ist auch so aufgestellt, dass die Transportkapazitäten des Roten Kreuzes nicht überstrapaziert werden“, sagt der Gesundheitsreferent.

Drei Zusatzspitäler für Covid-Patienten

Geplant sind drei Zusatzspitäler für Covid-Patienten, eines im Salzburger Messezentrum für den Zentralraum, eines in St. Veit im Pongau für Innergebirg und eines am Tauernklinik-Standort in Mittersill. Das Zusatzspital im Messezentrum soll in einem ersten Schritt 400 Betten umfassen, im Vollausbau sind bis zu 1.200 möglich. „Unser Dank gilt dem Management des Messezentrums, das sehr kooperativ war“, so Haslauer und Stöckl. Betreiber des Zusatzspitals sind die Salzburger Landeskliniken. Das medizinische und pflegerische Personal wird über den Krisenstab Medizin aus den verschiedenen Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen und sonstigen medizinischen Betrieben zusammengestellt.

Zusatzspital im Messezentrum mit 400 Betten

Das Zusatzspital im Messezentrum wird den Betrieb des Covid-Hauses (Haus D) auf dem Uniklinikum Campus LKH mit seinen 200 Betten bei den zu erwartenden steigenden Fallzahlen unterstützen. „Im Covid-Haus stehen nicht nur Intensivstationen und Beatmungsbetten zur Verfügung, sondern auch Behandlungsmöglichkeiten für akute internistische, kardiologische, traumatologische oder gynäkologische Notfälle von positiv getesteten Personen“, erklärt Richard Greil, Leiter des landesweiten Krisenstabs Medizin Covid-19.

Zusatzspital St. Veit: 300 Betten

Das Zusatzspital in St. Veit umfasst im Vollausbau maximal 300 Betten, die in der Landesklinik St. Veit und in den geschlossenen Reha-Einrichtungen untergebracht sind. Dort sollen analog zum Messezentrum hospitalisierungspflichtige Personen mit minderschweren Symptomen untergebracht werden. Für beatmungspflichtige Patienten steht im Kardinal Schwarzenberg Klinikum eine Covid-Intensivstation mit bis zu 14 Betten zur Verfügung. Hintergrund: Covid-Patienten können innerhalb von wenigen Stunden beatmungspflichtig werden, sodass es eine räumliche Nähe zu Beatmungsbetten geben muss.

120 Betten im Zusatzspital Mittersill

Der zweite Standort Innergebirg wird das Tauernklinikum in Mittersill sein. Dort stehen bis zu 120 Betten für Patienten mit mittelschweren Symptomen bereit. Die medizinische Infrastruktur ist mit der im Zusatzspital im Messezentrum vergleichbar.

Versorgung von Nicht-Covid-Patienten

Als Akutspital für alle Nicht-Covid-Patienten steht im Zentralraum das Haus A (Chirurgie West) zur Verfügung. Bereits am Dienstagmorgen übernahm das Unfallkrankenhaus der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt AUVA als regionales Traumazentrum die Versorgung aller Unfallpatienten im Salzburger Zentralraum. Die Akutversorgung Innergebirg wird durch das Kardinal Schwarzenberg Klinikum, das Tauernklinikum Zell am See und die Landesklinik Tamsweg sichergestellt. LK_200320_11 (ram/sm/grs)

 

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