Der Weg vom Corona-Verdacht zum Testergebnis

Ergebnis meist innerhalb von zwei bis drei Tagen / Die Gesundheitsbehörde informiert aktiv über das Ergebnis
Salzburger Landeskorrespondenz, 21. March 2020

(LK)  Das COVID19-Virus, seine Verbreitung und die Folgen sind das bestimmende Thema dieser Tage und Wochen. Die meisten Menschen sind bereits sehr darauf sensibilisiert, und nicht selten befürchtet man schon bei einem leichten Kratzen im Hals, dass man sich selber infiziert hat. Um die Labor-Kapazitäten nicht zu überlasten und Sicherheit für wirklich Infizierte zu bekommen, ist ein Test auf das Corona-Virus aber nur bei begründetem Verdacht sinnvoll.

Eine Testung soll nur dann durchgeführt werden, wenn Symptome – das sind vor allem Fieber und trockener Husten sowie Kurzatmigkeit - auftreten und ein begründeter Verdacht für eine Infektion – insbesondere nach dem Kontakt mit Erkrankten oder eine kürzlich getätigte Reise in ein Risikogebiet – vorliegt.

Unbedingt zuerst telefonische Abklärung

Sollten dies alles zutreffen, muss man telefonisch Kontakt mit der Hausärztin beziehungsweise dem Hausarzt oder der Gesundheitsnummer 1450 aufnehmen. Diese entscheiden dann, ob ein Abstrich genommen wird.

Abstrich durch Rotes Kreuz oder im „Drive-In“

Es wird jedem individuell mitgeteilt, ob ein Abstrich zuhause durch das Rote Kreuz genommen wird oder ob man zu einer der derzeit drei „Drive-In-Abstrichstellen“ (Kleßheim, Zell am See-Schüttdorf, Schwarzach) fahren muss. Nur diese Personen dürfen den „Drive-In“ ansteuern. Die von geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genommene Probe kommt danach direkt ins Labor, wo der Test durchgeführt wird. Eine Auswertung dauert aktuell durchschnittlich zwei bis drei Tage, zwei Labors werten derzeit aus.

Information nur durch Bezirksverwaltungsbehörde oder Sanitätsdirektion

Während man auf sein Testergebnis wartet, ist es sinnvoll, sich so zu verhalten, als ob man infiziert wäre: Soziale Kontakte vermeiden, Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge, häufiges Händewaschen mit Seife und einen Abstand vom zwei Metern zu anderen Personen einhalten. Ausschließlich die Landessanitätsdirektion oder die Bezirkshauptmannschaft beziehungsweise das Magistrat informieren aktiv die Getesteten über das Ergebnis. Ein Nachfragen – zum Beispiel bei den Hotlines - ist nicht sinnvoll und beschleunigt auch das Ergebnis nicht.

Quarantäne als Schutzmaßnahme

Positiv getestete Personen werden telefonisch durch die Bezirksverwaltungsbehörde über das Ergebnis informiert, ein schriftlicher Bescheid folgt nach. Diese müssen dann – meist zuhause – in Isolation (Heimquarantäne) bleiben. Die Behörde erhebt als weiteren Schritt jene Personen mit denen der Corona-Patient in Kontakt war. Getestete, deren Ergebnis negativ ist, werden auch darüber in Kenntnis gesetzt, durch die Priorität der positiven Tests aber eventuell etwas zeitversetzt. LK_200321_150 (mb/kg/mel)

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