Zu Hause bleiben, sich selber und andere schützen

Die Mathematik zeigt es: Nur so durchbrechen wir die Ansteckungskette
Salzburger Landeskorrespondenz, 22. March 2020

(LK)  Social Distancing, zu Deutsch: Das Minimieren der sozialen Kontakte. Das trägt maßgeblich dazu bei, dass sich die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamt. Man wird sozusagen zum „Missing Link“ für weitere Ansteckungen. Unter optimalen Bedingungen kann sich die Zahl der Infektionen die innerhalb eines Monats von einer Person ausgehen sogar von 406 auf 2,5 Patienten verringern.

Mathematiker haben gerechnet, es handelt sich um Durchschnittswerte, die aber sehr deutlich machen, warum das Zuhause-Bleiben zur Zeit Pflicht ist – für uns selber, unsere Liebsten und die gesamte Gesellschaft. Ohne Einschränkung der Kontakte zu anderen kann zum Beispiel im Schnitt wie bei einer Grippeerkrankung davon ausgegangen werden, dass eine Person in einem Zeitraum von fünf Tagen rund 2,5 andere Personen infiziert.

Fatale Verbreitung

Diese Personen infizieren ihrerseits nach weiteren fünf Tagen jeweils 2,5 Personen. Nach zehn Tagen sind dann in Summe zehn Personen angesteckt, nach weiteren fünf Tagen sind es schon 25. Die Anzahl wächst dann immer schneller und erreicht nach 30 Tagen bereits eine Anzahl von über 400 infizierten Personen.

Reduktion auf Minimum durch Verringerung der Sozialkontakte

„Reduzieren die Personen nun ihre Kontakte um die Hälfte, reduziert sich die Zahl der Infizierten drastisch. Sie sinkt nicht nur auf 200, also die Hälfte, sondern auf nur mehr 15 Personen. Bei einer Reduktion um 75 Prozent der Sozialkontakte, würden nach 30 Tagen sogar nur mehr 2,5 Personen infiziert sein, also so viele wie im ersten Fall nach fünf Tagen ohne Einschränkung der Kontakte“, erklärt Gernot Filipp, Leiter der Salzburger Landesstatistik.

Weniger Kontakte bedeuten weniger Ansteckungen

Unter den angeführten Idealbedingungen lässt sich der Effekt der Reduktion der sozialen Kontakte sehr gut veranschaulichen. „Auch, wenn in der Realität die Zusammenhänge natürlich komplexer sind, wirken sich weniger Sozialkontakte letztlich immer sehr stark auf die Entwicklung der Fallzahlen aus – und zwar nicht nur linear, sondern exponentiell“, ergänzt Filipp. LK_200321_150 (mb/mel)

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