Keine Delogierungen während der Corona-Krise

Gemeinnützige Bauträger haben Unterstützung zugesagt / Die Wohnbauförderung wird abgewickelt
Salzburger Landeskorrespondenz, 24. March 2020

(LK)  Das Corona-Virus hat vielerlei Effekte, bei weitem nicht nur im Gesundheitsbereich, sie reichen tief in viele Lebensbereiche. Wohnbaulandesrätin Andrea Klambauer spricht sich während der Zeit der Corona-Krise für einen Delogierungsstopp aus, denn: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen zeigen sich bereits für viele Menschen, die durch den Verlust ihrer Jobs unverschuldet in finanzielle Notlagen kommen.“

Die Gemeinnützigen Bauträger haben bereits ihre Unterstützung zugesagt, indem in den nächsten Wochen und Monaten individuelle Lösungen gesucht werden – durch ein Aussetzen von Delogierungen sowie durch Stundungen und Ratenzahlungen. „Wir wollen alle Betroffenen unterstützen, damit sie sich in dieser schwierigen Zeit nicht auch noch um einen Wohnungsverlust Sorgen machen müssen,“ betont Klambauer.

 

Keine Delogierungsverfahren

Aufgrund der Maßnahmen der Bundesregierung finden derzeit keine Gerichtstermine statt und somit werden auch keine gerichtlich angeordneten Delogierungen exekutiert. Die im Verfahren einzuhaltenden Fristen werden für die Dauer der Krise ebenfalls vorläufig ausgesetzt. Trotzdem wird an Betroffene appelliert, sich bei drohenden Zahlungsschwierigkeiten rechtzeitig bei den zuständigen Stellen zu melden.

Keine Verzögerungen bei Wohnbauhilfe

In Zeiten der Corona-Krise werde es zu keinen Behinderungen bei der Antragsstellung hinsichtlich Förderungen oder Wohnbeihilfen kommen, versichert die Landesrätin. Die personelle Struktur in der zuständigen Abteilung ist sichergestellt. „Die aktuellen Antragszahlen sind im Vergleich zum Vorjahr derzeit noch stabil und etwa auf Vorjahresniveau“, so Landesrätin Klambauer. Auch die Abwicklung der Wohnbeihilfe funktioniert weiterhin sehr gut. Die Wohnbeihilfenbezieher erhalten zwei bis drei Monate vor dem Ende der Gewährungsperiode die vorausgefüllten Formblätter zugesandt. Für die Berechnung werden die entsprechenden Unterlagen zum Einkommen benötigt. Die Wohnberatung erfolgt in diesen Wochen vor allem über Telefon und E-Mail.

Wohnbaubudget gesichert

Damit es zu keinem Stillstand bei der Errichtung von leistbaren Wohnraum kommt, hat die zuständige Landesrätin den gemeinnützigen Wohnbauträgern bereits positive Empfehlungen für neue Vorhaben ausgesprochen. „Wir hoffen, dass die Bautätigkeiten bald wieder in vollem Umfang aufgenommen werden können. Derzeit werden vor allem die Vorbereitungen für die Baustarts getroffen, was durch die Absicherung des Wohnbaubudgets begünstigt wird“, so Klambauer. „Die Corona-Krise ist eine Situation, die wir in solch einem Ausmaß nicht kennen und die natürlich viele Probleme und Fragen mit sich bringt. Gemeinsam mit der Wohnbauabteilung werden die passenden Vorgehensweisen erarbeitet.“ LK_200324_10 (ram/mel)

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