Derzeit 500 Tests pro Tag, 1.000 sind möglich

Ausweitung, sobald mehr Material dafür geliefert wird / Entscheidung über Quarantäne in sechs Pongauer Gemeinden am Montag
Salzburger Landeskorrespondenz, 28. March 2020

(LK) Bis zu 1.000 Tests auf das Corona-Virus könnten derzeit in Salzburg technisch durchgeführt werden. Aktuell sind allerdings nur 500 Testkits pro Tag verfügbar. „Sobald zusätzlich benötigtes Material geliefert wird, kann die Zahl der Testungen umgehend erhöht werden“, betont Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Die Entscheidung über die Quarantänegebiete im Pongau wird am Montag auf Basis der neuesten Zahlen fallen.

Die Testkapazität in Salzburg liegt derzeit bei bis zu 250 in den Salzburger Landeskliniken und bei maximal 750 in den privaten Laboren im Bundesland. „Wir überprüfen derzeit 500 Abstriche pro Tag, 1.000 wären möglich. Die Testkits, das ist das Rohmaterial, das die Labore benötigen, sind aber knapp. Der Vorrat reicht immer nur für zwei bis drei Tage und wir versuchen intensiv, zusätzliches Material zu bekommen“, so Haslauer.

Flächendeckende Tests nicht sinnvoll

Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz hält die häufig geforderten flächendeckenden Tests für derzeit nicht sinnvoll: „Erstens geht man davon aus, dass Personen ohne Symptome nicht wirklich massiv ansteckend sind und zweitens ist es wichtig, dass wir mit den zur Verfügung stehenden Testmaterialien sparsam umgehen. Wir müssen sie vor allem - aber nicht nur - gezielt bei Risikogruppen einsetzen sowie bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitsbereich, wo eine rasche Abklärung von Infektionen besonders wichtig ist“, so die Landessanitätsdirektorin.

Entscheidung über Quarantänegemeinden am Montag

Die Quarantäne im Gasteinertal, Großarltal und in Flachau läuft am 31. März aus. Deshalb kündigte der Landeshauptmann eine umgehende Analyse der Infektionszahlen im Pongau und eine Entscheidung am kommenden Montag an. „Es fehlt noch einiges an Zahlenmaterial. Die Zahl der Infizierten hängt auch von der Zahl an Tests ab. Wo diese erhöht wurde, gab es auch einen starken Anstieg der Infektionen. Wir haben deshalb die Landessanitätsdirektion mit der Landesstatistik verknüpft, um eine genaue Analyse der Daten zu bekommen. Es wurde ja nicht in allen Regionen gleich viel getestet und deshalb wollen wir wissen, wie hoch der Anteil der positiven und der negativen an der Gesamtzahl der Tests ist. Auf Basis dieser Daten entscheiden wir dann am Montag über die weitere Vorgehensweise in den Quarantänegemeinden“, so Haslauer. LK_200328_30 (mw/sm)

 

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