Gesundheitsämter in ganz Salzburg erhielten Verstärkung

Bezirkshauptmannschaften haben rasch und unkompliziert umstrukturiert / Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität
Salzburger Landeskorrespondenz, 30. March 2020

(LK) Die Gesundheitsämter in den Salzburger Bezirken haben derzeit alle Hände voll mit der Eindämmung und Bewältigung der Corona-Krise zu tun. Sie müssen Bescheide ausstellen, Kontaktpersonen von positiv Getesteten eruieren und die Betroffenen informieren, was zu tun ist. „Die Leistung der Bediensteten ist enorm“, ist Personalreferent Landesrat Josef Schwaiger überzeugt. Ein Blick in alle Bezirkshauptmannschaften:

In der Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung wurde die Gruppe Gesundheit, die im Regelbetrieb mit sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Auslangen findet, auf ganze 70 aufgestockt, davon kommen 14 aus dem Amt der Landesregierung.

Flachgau, Reinhold Mayer: „Gesundheit aller hat oberste Priorität.“

„Natürlich geht das zu Lasten anderer Bereiche. Es können hier nur mehr die allerwichtigsten Dinge erledigt werden, aber die Gesundheit der Salzburgerinnen und Salzburger hat oberste Priorität“, betont Bezirkshauptmann Reinhold Mayer, der sich für das große Verständnis dafür bei den Flachgauerinnen und Flachgauern bedankt.

Pinzgau, Bernhard Gratz: „Mit viel Engagement und Flexibilität.“

Das sieht auch Bernhard Gratz, Bezirkshauptmann von Zell am See, so. Im Pinzgau wurde der Bereich des Gesundheitsamts personell um insgesamt 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen verstärkt. „Wir haben alle Kräfte dort zusammengezogen und bemühen uns dennoch, den Dienstbetrieb so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. So werden zum Beispiel, wenn notwendig, Pässe ausgestellt. Es finden aber keine Bauverhandlungen mehr statt. Alles natürlich unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und selbstverständlich der Pinzgauerinnen und Pinzgauer“, fasst Gratz die Maßnahmen zusammen und er fügt hinzu: „Allen Bediensteten gebührt großer Dank für das unglaubliche Engagement und die Flexibilität.“

Tennengau, Helmut Fürst: „Alle ziehen an einem Strang.“

Im Tennengau wurden ebenfalls zusätzlich 20 Bedienstete speziell auf die jetzigen Tätigkeiten im Gesundheitsamt eingeschult. „Und wir haben sozusagen auch noch zusätzlich zehn in petto“, erläutert Bezirkshauptmann Helmut Fürst, der betont, dass hier wirklich alle an einem Strang ziehen. „Wir setzen den Sondererlass des Landesamtsdirektors um, haben dabei alle anderen Aufgaben auf das Nötigste reduziert. Wenn es darauf ankommt, sind wir jedoch in allen Bereichen handlungsfähig.“

Lungau, Michaela Rohrmoser: „Seit Ende Februar gut aufgestellt“

„Da wir im Lungau die ersten Verdachtsfälle hatten - in Obertauern beziehungsweise in Tweng - haben wir bereits seit Ende Februar alles auf unser Gesundheitsamt fokussiert“, so Michaela Rohrmoser, Bezirkshauptfrau des Lungaus. Auch hier unterstützen zusätzlich elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Dienststellen die Amtsärztin mit ihrem Team. „Wir sind gut aufgestellt, da wir auch tagesaktuell immer alles abarbeiten können“, so Rohrmoser.

Pongau, Harald Wimmer: „Bereitschaft und Motivation sind riesig.“

Der Pongau ist derzeit von der Corona-Situation im Bundesland Salzburg besonders betroffen, nicht nur was die Anzahl der an Infizierten betrifft, sondern auch, weil das Großarltal, das Gasteintertal und die Gemeinde Flachau unter Quarantäne stehen. „Das stellt uns natürlich vor große Herausforderungen. An Spitzentagen arbeiten dann schon einmal bis zu 35 Personen zur Abklärung im Gesundheitsamt mit“, so der Pongauer Bezirkshauptmann Harald Wimmer. Aber auch er betont, dass die Bereitschaft und Motivation der Bediensteten unglaublich hoch sind. „Alle sind bereit, hier ein Stück beizutragen und das Motto lautet: Wenn ihr mich braucht, dann bin ich da.“ LK_200329_11 (ram/kg/mel)

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