Spätere Frist für Naturschutzabgabe

Wichtiger Beitrag für die Wirtschaft in der Corona-Krise
Salzburger Landeskorrespondenz, 02. April 2020

(LK)  Das Land Salzburg hebt für die Gewinnung von Bodenschätzen wie Schotter, Steine oder Kies eine Abgabe ein. Diese wird zur Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege verwendet. Konkret wird damit der Naturschutzfonds gefüllt, durch den wiederum viele Projekte zur Renaturierung und Vergrößerung von naturnahen Lebensräumen durchgeführt werden. Nun wird die Frist für diese Abgabe erstreckt.

Das gesetzliche Enddatum für die Einhebung dieser Abgabe ist der 30. April. Mit einer Novelle des Naturschutzgesetzes wird Landesrätin Maria Hutter nun ermächtigt, die Frist in diesem Jahr bis zum 15. Dezember zu verlängern, um die Betriebe durch die Abgabe nicht zusätzlich in finanzielle Schwierigkeiten zu bringen. „Die Verlängerung hat derzeit keine negative Auswirkung auf den Naturschutzfonds, da die Gelder für dieses Jahr bereits gesichert sind“, erläutert Hutter.

Schutz einzigartiger Natur- und Kulturlandschaft

Zur Förderung des Naturschutzes und der Naturpflege hat das Land Salzburg den Fonds eingerichtet, dessen Gelder hauptsächlich aus dieser Abgabe aufgebracht werden. Die über diesen Fonds geförderten Projekte und unterstützten Maßnahmen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewahrung unserer Salzburger Heimat mit ihrer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft. Die Projekte decken ein breites Spektrum ab. Sie reichen von Erhebungen geschützter Tier- und Pflanzenarten über Managementpläne bis hin zu konkreten Umsetzungsprojekten wie etwa Grundstücksankäufen.

Unterschiedliche Initiativen

Bei einigen Maßnahmen handelt es sich um Renaturierungen, wie etwa in den Salzachauen südlich von Oberndorf. Dabei werden frühere Eingriffe des Menschen in Lebensräume rückgängig gemacht und der ursprüngliche Zustand soweit wie möglich wiederhergestellt. Auch Projekte, die die Natur besser erlebbar machen und vor allem junge Menschen für die Natur begeistern, gehören dazu.

Erfolgsfaktor Zusammenarbeit

Die Fülle der geförderten Aktivitäten kann sich sehen lassen. „Der Mehrwert für die Salzburger Natur, etwa in Form renaturierter oder neu geschaffener Biotope, ist eindrucksvoll. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor hierfür ist die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Akteuren, denen die Natur ebenfalls am Herzen liegt. Hierzu gehören Gemeinden, Grundeigentümer sowie Landwirtinnen und Landwirte, Schutzgebietsbetreuer, Naturschutzvereine und viele ehrenamtlich Engagierte“, erklärt Landesrätin Maria Hutter. LK_200331_150 (mb/kg)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum