Neues Corona-Meldesystem für Sozialeinrichtungen

Überblick der derzeitigen Situation in Seniorenwohnheimen
Salzburger Landeskorrespondenz, 05. April 2020

(LK) Die Salzburger Landesregierung arbeitet in Abstimmung mit dem Einsatzstab intensiv an weiteren Verbesserungen für die Pflege- und Betreuungseinrichtungen des Landes. Nun wird federführend von der Sozialabteilung ein standardisierter Meldevorgang bei positiven Covid-19-Fällen in allen Sozialeinrichtungen wie Seniorenwohnhäusern und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im stationären Bereich umgesetzt. Aktuell sind in Salzburg sieben Seniorenwohnheime mit positiven Corona-Fällen konfrontiert.

Im Bundesland Salzburg gibt es insgesamt 75 Seniorenwohnheime mit rund 5.200 Plätzen, 77 Quartiersstandorte für circa 1000 Asylsuchende und 150 Einrichtungen für rund 1000 Menschen mit Behinderungen. „Die Abteilung Soziales des Landes Salzburg hat nun in Abstimmung mit dem Landeseinsatzstab einen einheitlichen Meldevorgang erarbeitet, um die Häuser bei Auftreten von positiven Covid-19-Fällen noch besser zu unterstützen und einen genauen Überblick über die aktuelle Lage zu haben“, so der Leiter der Sozialabteilung Andreas Eichhorn. Und: „Wir werden neben den Seniorenpflegeinrichtungen auch Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, der Kinder- und Jugendhilfe und Quartiere für asylwerbende Menschen in Salzburg einbeziehen.“

Eigenes Web-Portal eingerichtet

Über ein Web-Portal werden die Leiterinnen und Leiter der Einrichtungen die positiven Corona-Virus-Fälle melden. Über dieses Online-Tool wird außerdem abgefragt, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell einsatzbereit sind und wie viele aufgrund verordneter Quarantäne momentan nicht ihren Dienst verrichten können.

Besserer Überblick für aktuelle Lage

„Das neu geschaffene Instrument bietet uns laufend einen Lagebericht, der die aktuelle Situation aufzeigt. Mit diesem Überblick können wir auch wesentlich besser einschätzen, wie sich die Situation entwickelt und wo wir gegebenenfalls zusätzliche Ressourcen brauchen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Bessere Planung möglich

„Mit diesem neuen Meldesystem wird jedoch nicht die Meldepflicht an die Gesundheitsämter ersetzt“, darauf verweist Andreas Eichhorn ausdrücklich, sondern dient weitergehenden übergeordnete Planungsaufgaben. „Wir bieten aktuell Hygieneschulungen für unsere Partnerorganisationen an sowie koordinieren in Abstimmung mit den Landeskliniken und dem Landeseinsatzstab die Bereitstellung von Schutzausrüstungen“, ergänzt Eichhorn.

Übersicht der derzeit betroffenen Häuser

Im Pinzgau wurden bisher in den Seniorenwohnheimen in Uttendorf, Mittersill und Maishofen Personen positiv auf Covid-19 getestet, im Pongau sind die Einrichtungen in Großarl und Altenmarkt betroffen sowie im Flachgau die Seniorenheime in Hallwang und Thalgau. Im Tennengau, Lungau und in der Stadt Salzburg sind derzeit keine Covid-19-Fälle in den Seniorenbetreuungseinrichtungen bekannt. Aus allen betroffenen Häusern wurden mit Stand heute (5. April, 14:00 Uhr) insgesamt 47 auf das Corona-Virus positiv getestete Personen (Mitarbeiter und Bewohner) gemeldet. LK_200402_140 (sf/sm)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum