Zwei Millionen Euro für Rückerstattung der Kindergartenbeiträge

Kinderbetreuung nach Ostern gesichert / Kleingruppen und strenge Hygienevorgaben halten Ansteckungsrisiko gering
Salzburger Landeskorrespondenz, 08. April 2020

(LK)  Nach Ostern soll schrittweise eine gewisse Normalität im Alltag einkehren. „Für alle erwerbstätigen Eltern ist die Kinderbetreuung selbstverständlich im ganzen Bundesland sichergestellt“, betont Landesrätin Andrea Klambauer. Um die Familien in Salzburg in dieser schwierigen Situation zu entlasten, stellt das Land Salzburg eine Sonderförderung in Höhe von zwei Millionen Euro zur Rückerstattung der Kindergartenbeiträge für alle jene bereit, die das Betreuungsangebot aktuell nicht nutzen.

„Wir gehen davon aus, dass die Inanspruchnahme der Betreuung nach Ostern steigen wird und wir sind darauf vorbereitet. Es gibt genügend Personal“, so Landesrätin Klambauer. Die Kinder werden weiterhin in Kleinstgruppen betreut und die Pädagoginnen und Pädagogen setzen strenge hygienische Vorgaben um: Sie wechseln nicht und die Gruppen bleiben nach Möglichkeit getrennt. „Diese klaren Vorgaben sollen das Risiko einer Ansteckung möglichst gering halten“, so Klambauer.

Für Erwerbstätige ist die Kinderbetreuung gesichert

Während der vergangenen Wochen waren fast alle Kinder in Salzburg zu Hause. Viele Einrichtungen waren deshalb nur bei Bedarf geöffnet. All jene Familien, bei denen ein Elternteil beispielsweise aufgrund von Kurzarbeit weiterhin daheim ist, sollten die Kinder auch im April selber betreuen, um die Gruppengröße und damit das Ansteckungsrisiko in den Einrichtungen minimal zu halten. Erwerbstätige Eltern können nach Ostern die Kinderbetreuung in Anspruch nehmen.

Zwei Millionen Euro Sonderförderung

„Es ist mir ein großes Anliegen, dass jene Eltern, die in den vergangenen Wochen ihre Kinder daheim betreut haben, für diese Zeit nicht auch noch Elternbeiträge bezahlen müssen“, betont Landesrätin Klambauer. Es wurde intensiv an einer gemeinsamen Lösung für die fast 600 Einrichtungen gearbeitet. Stadt und Land Salzburg werden die Beiträge ihrer Betreuungseinrichtungen rückerstatten und der Gemeindeverband empfiehlt es den Gemeinden ebenso. „Ein Drittel der Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen haben private Träger. Die für sie notwendige Sonderförderung in Höhe von zwei Millionen Euro wird vom Land Salzburg bereitgestellt, um die Familien in Salzburg in dieser schwierigen Situation zu entlasten“, sagt Klambauer. Damit werden auch Schließungen von privaten Einrichtungen vermieden und ausreichende Kinderbetreuung für die Zukunft sichergestellt.

Jahresbericht: 789 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen

Eine erfreuliche Entwicklung zeigt die Kinderbetreuungsstatistik über die Zeit vor der Krise. Der vorliegende Jahresbericht 2019/20, übrigens der erste auf Basis der neuen Gesetzeslage, zeigt, dass im Vergleich zum Vorjahr 587 zusätzliche Plätze in der institutionellen Form und 202 weitere Betreuungsplätze geschaffen wurden. „Wir gehen auch hier den wichtigen Weg des Ausbaus konsequent weiter. Mittlerweile werden in 595 Einrichtungen 38 Prozent der 1- bis unter 3-Jährigen und 94 Prozent der 3- bis unter 6-jährigen Kinder in Salzburg betreut“, so Andrea Klambauer. Der Betreuungsschlüssel gehört zu den besten in Österreich und so betreut eine Fachkraft laut Statistik 4,5 Kleinkinder oder bis zu 9,5 Kindergartenkinder. Zudem ist die Zahl der Beschäftigten um 213 auf 3.359 angewachsen.

Jugendorganisationen reagieren auf neue Situation

„Als Jugendlandesrätin freue ich mich, dass sich Salzburgs Jugendorganisationen so schnell auf die Corona-Situation eingestellt und ihr digitales Angebot ausgebaut haben. Es zeigt sich, dass bereits vorhandene Tools optimal genutzt werden“, so Klambauer. Über die S-Pass App werden mehr als 50.000 Jugendliche in Salzburg erreicht. Die Jugendarbeit wird aber auch über verschiedene andere Kanäle und Apps virtuell weitergeführt. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen in stetem Kontakt mit den jungen Leuten, um Krisen frühzeitig zu erkennen. Ihnen gilt mein großer Dank, denn gerade die Jugendlichen sind durch diese Situation sehr belastet“, so Landesrätin Klambauer abschließend. PK_700408_30 (mw/kg)

Medienrückfragen: Melanie Reinhardt, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4910, Mobil: +43 664 5405895, E-Mail:  melanie.reinhardt@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum