Trockenheit lässt Trinkwasservorräte regional knapp werden

Versorgung ist dennoch gesichert / Niederschlagarmes Wetter hält an
Salzburger Landeskorrespondenz, 14. April 2020

(LK) Während des trockenen März sind die Grundwasserstände im Tennengau bereits deutlich gesunken und liegen regional unter dem Durchschnitt, das zeigt die Trinkwasserprognose des Landes. „Das Grundwasser wird knapper, unsere Versorger sind aber vorgewarnt und können reagieren, um die Versorgung auch weiterhin zu sichern“, betont Landesrat Josef Schwaiger. Vorausgesagte Niederschläge in der zweiten Aprilhälfte werden die Vorräte noch nicht auffüllen können.

Noch keine Probleme gibt es bei öffentlichen Wasserversorgern wie Gemeinden und Wassergenossenschaften. „Derzeit trifft es vor allem die Landwirtschaft, da die Böden im Flachgau und im Tennengauer Salzachtal viel zu trocken für die Jahreszeit sind. Auch die Almböden in diesen Regionen bräuchten jetzt dringend Niederschläge“, betont Landesrat Josef Schwaiger. Lokal ist es nicht auszuschließen, dass landwirtschaftliche Einzelwasserversorger mit Lieferungen durch die Feuerwehr unterstützt werden müssen.

Langfristige Prognose hilft beim Planen

Für die zweite Aprilhälfte erwarten die Meteorlogen zwar Niederschläge. Aus heutiger Sicht werden diese allerdings nicht ausreichen, um die Grundwasserkörper im Tennengau und Flachgau auf ein durchschnittliches Niveau füllen zu können. „Sollte die Situation sich verschärfen, können die Wasserversorger rechtzeitig reagieren und beispielsweise Reserven anzapfen oder noch mehr auf das Sparen der Ressource setzen. Derzeit ist die Versorgung aber noch im grünen Bereich, wir beobachten die Situation aber weiterhin sehr genau. Als Instrument dafür hat sich die langfristige Trinkwasserprognose, die wir im Jahr 2019 gemeinsam mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und dem Hydrographischen Dienst des Landes ins Leben gerufen haben, bewährt“, betont der Landesrat. LK_200414_30 (mw/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum