Auch der Landesdienst kehrt schrittweise zurück zur Normalität

Corona-Hotline des Landes, Spezialhotlines und Landeseinsatzstab weiter aktiv
Salzburger Landeskorrespondenz, 23. April 2020

(LK)  Nach einem fünfwöchigen Not- und Krisenbetrieb stellt nun auch das Land Salzburg auf einen Übergangsbetrieb um, der in den nächsten Wochen schrittweise in den Normalbetrieb - unter Berücksichtigung der aktuellen Lage sowie der Covid-19 Schutzmaßnahmen – übergehen soll. „Die Bewältigung der Corona-Krise hat uns bisher alle sehr gefordert, die gute Entwicklung und aktuelle Situation lässt es zu, dass wir behutsam in den ‚Normal-Betrieb‘ übergehen. Bestmögliche Information, Service und Sicherheit für die Bevölkerung sind jedenfalls weiterhin unser erklärtes Ziel“, betont Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Bis zum 15. Mai soll im Amt der Salzburger Landesregierung der „Normalbetrieb“ wieder voll aufgenommen werden, das sieht ein Sondererlass vor, der neben den Bediensteten des Amtes der Salzburger Landesregierung auch jene der Bezirkshauptmannschaften sowie der Sonderverwaltungseinrichtungen des Landes umfasst. „Ich bin sehr stolz auf die Leistungen und die Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes, die einmal mehr bewiesen haben, dass Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft die besten Mittel sind, eine Krise zu bewältigen“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Im Amt gelten umfassende Covid-19 Hygienemaßnahmen

Im Amtsbetrieb, vor allem in jenen Bereichen, wo es künftig wieder zu Kundenkontakt kommen wird, werden die strengen Covid-19 Verhaltensregeln, wie Händehygiene, Abstand halten sowie das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken gelten. „Der Landeseinsatzstab, die Verstärkung der Gesundheitsämter und auch die telefonischen Beratungs-Hotlines bleiben bis auf weiteres noch aufrecht“, informiert Landesamtsdirektor Sebastian Huber. Gerade die Corona-Hotline des Landes, die der Elternberatung, Pflegeberatung, Kinder- und Jugendanwaltschaft und auch die Hotline des Psychosozialen Dienstes werden von den Salzburgerinnen und Salzburgern sehr häufig genutzt.

Landeseinsatzstab weiterhin im Einsatz

Der Landeseinsatzstab zur Bewältigung der Corona-Krise bleibt bis auf Weiteres im Einsatz und ist von Montag bis Sonntag mit Experten aus den verschiedensten Sachbereichen besetzt. Damit laufen alle wesentlichen Aktivitäten im Land an einer Schnittstelle zusammen und es kann weiterhin rasch auf ein sich änderndes Lagebild reagiert werden.

Gesicherte Daten und Fakten auf der Homepage des Landes

Informationen zur Corona-Situation werden auch weiterhin laufend vom Landes-Medienzentrum auf der Website des Landes unter www.salzburg.gv.at/corona-virus aktualisiert. Und auch über einen Themen-Newsletter des Landes sowie auf den Social Media-Kanälen – Facebook, Twitter, Instagram -  kann man sich über die neuesten Entwicklungen informieren. Insgesamt 188 Landeskorrespondenzen und 150 Service-Newsletter für die Medien und die Bevölkerung wurden seit 25. Februar vom Team des Landes-Medienzentrums zum Thema verfasst, zahlreiche Grafiken und Sujets aus dem Marketing- und Grafikbereich und Meldungen in einfacher Sprache ergänzen in enger Zusammenarbeit mit dem Landeseinsatzstab sowie der Landesstatistik die Berichterstattung.

Landesinformatik rüstete Systeme massiv auf

Das Corona-Virus verlangte auch von der Landesinformatik viele technische Lösungen und Expertise ab. So wurden etwa fünf Räume, verteilt in der Stadt Salzburg, mit Raumsystemen zur professionellen Unterstützung von Video-Konferenzen ausgestattet. Innerhalb kürzester Zeit wurden zudem zwei getrennte Covid-19-Call-Center mit insgesamt 16 Hotline-Arbeitsplätzen errichtet und mehr als 700 Homeoffice-Zugänge zusätzlich eingerichtet, die großteils weiterhin genützt werden können.

Bis zu 500 Anrufe bei Corona-Hotline des Landes pro Tag

Um allgemeine Fragen, die den Alltag betreffen, bestmöglich zu beantworten, hat das Land Salzburg erstmals in einer Krisensituation eine Hotline ins Leben gerufen. Unter 0662-8042-4450 gingen seither bis zu 500 Anrufe pro Tag ein. Zu Beginn waren es vor allem Fragen zu Schließungen von Tourismusbetrieben und Seilbahnen, dann gab es viele Fragen zum Thema der Testungen. Nun sind es vor allem Fragen zu Ausgangsbeschränkungen oder Grenzübertritten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen zu all diesen Fragen und mehr auch weiterhin täglich zur Verfügung.

Mehr als 100 Anrufe pro Woche bei Pflegeberatung

Auch die kostenlose Pflegeberatung des Landes hat ihre telefonische Erreichbarkeit in den letzten Wochen erweitert. Mehr als 100 Anrufe pro Woche kommen hier vor allem von pflegenden Angehörigen. Viele Fragen gibt es hier vor allem im Bereich der 24-Stunden-Betreuung, zu Aus- und Einreisebestimmungen von Pflege- und Betreuungskräften sowie zur Unterbringung von Pflegebedürftigen etwa nach einem Krankenhausenthalt. Die telefonische Beratung steht auch bis auf weiteres zur Verfügung.

Psychosozialer Dienst-Hotline für Menschen mit psychischen Problemen

Für Menschen mit psychischen Problemen oder deren Angehörige hat der Psychosoziale Dienst des Landes ebenfalls eine Hotline eingerichtet. Viele Betreuungseinrichtungen oder Tageszentren sind derzeit auf Grund der Corona-Krise geschlossen, das trifft vor allem Menschen, die psychisch belastet sind oder an Suchterkrankungen leiden. Der Bedarf an psychosozialen Beratungsleitungen ist daher groß. Psychologen, Psychotherapeuten und Sozialarbeiter stehen hier den Betroffenen auch weiterhin verstärkt telefonisch zur Seite.

15 Anrufe pro Tag zu „Eltern-Fragen“

Auch bei der Elternberatung des Landes stehen die Telefone nicht still – bis zu 15 Anrufe sind es hier täglich, die pro Tag einlangen. Die Anliegen reichen von sozialrechtlichen Fragen wie dem Kinderbetreuungsgeld über die Geburt eines Kindes sowie Still-, Pflege- und Ernährungsfragen bei den Kleinen über Erziehungsprobleme, Beziehungsprobleme in der Partnerschaft bis hin zu psychischen Krisen. Dazu kommen rechtliche Fragen zu Trennung, Besuchsrecht und Unterhalt. Für die Beratungen stehen alle Berufsgruppen wie Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern, Psychologen und Sozialarbeiter zur Verfügung. Die Anliegen werden zentral aufgenommen und je nach Fragestellung an die Fachleute weitervermittelt. Ab Mai sollen wieder persönliche Beratungen unter den strengen Corona-Virus-Hygiene-Regeln stattfinden. Die Elternberatungs-Hotline steht Familien, Eltern, jungen Müttern und Vätern weiterhin zur Verfügung.

Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) Salzburg hat ihre Erreichbarkeit erweitert. In den vergangenen Wochen haben sich im Schnitt 60 bis 70 Kinder und Jugendliche oder auch deren Bezugspersonen mit ihren Fragen an die kija gewandt. Dabei ging es um viele verschiedene Themen, z. B. um die Möglichkeit von Besuchskontakten bei getrenntlebenden Elternteilen, um Strafen bei vermeintlicher Missachtung der Abstandsregeln oder Schwierigkeiten mit der neuen Form des Unterrichts zu Hause.

Hotlines des Landes im Überblick

  • Corona-Hotline des Landes: +43 662 8042 4450 ist zu Fragen zur Covid-19 Situation von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 9 bis 14.00 Uhr besetzt.
  • Pflegeberatung: Täglich von 8 bis 18 Uhr unter +43 662 8042 3533
  • Kija-Beratungstelefon: Die Kinder- und Jugendberatung ist unter +43 662 430550, Montag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr und am Freitag von 10 bis 15 Uhr erreichbar. Für jene, die lieber chatten als zu telefonieren, gibt es per Discord-Chat die Möglichkeit Kontakt aufzunehmen.
  • Elternberatung: Die Elternberatung ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 12 Uhr telefonisch unter +43 662 8042 2888 erreichbar, am Mittwochabend von 19 bis 22 Uhr unter +43 662 8042 2895. Sowie per E-Mail unter elternberatung@salzburg.gv.at.
  • Psychosozialer Dienst –„Hotline“: Der Psychosoziale Dienst des Landes bietet drei Telefonnummern, regional aufgeteilt. Erreichbarkeit von Mo bis Do von 8 bis 12 und 13 bis 16, Freitag 8 bis 12. In der Zentrale für Stadt, Flachgau und Tennengau: +43 662 8042 3596, Pongau, Lungau: +43 662 8042 3144, Pinzgau: 0662/8042-3023
  • Weitere Hotlines des Landes unter www.salzburg.gv.at/corona-virus

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Medienrückfragen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735

Redaktion: Landes-Medienzentrum