Durchtestung der Seniorenwohnhäuser geht gut voran

Bisher geringe Fallzahlen / Danach werden Spitäler durchgetestet
Salzburger Landeskorrespondenz, 24. April 2020

(LK)  Das Land Salzburg schreitet bei der Durchtestung der Seniorenwohnhäuser dem Ziel mit großen Schritten entgegen. Heute, Freitag, werden Proben in den letzten beiden Einrichtungen der Prioritätsstufe 1, das sind Häuser mit positiv getesteten Personen, abgenommen. Alle restlichen Senioreneinrichtungen sollen in rund vier bis fünf Wochen durchgetestet sein.

Für Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl ist das ein „sehr ehrgeiziges Programm. Denn man muss die Engpässe bei den Materialien berücksichtigen. Vor allem bei den Test-Kits gilt es hauszuhalten. Denn wir achten darauf, dass wir auch Vorräte für eine allfällige zweite Epidemie-Welle zur Verfügung haben.“

Geringe Fallzahlen in Sozialeinrichtungen

Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, zuständig für Pflege und Betreuung, verwies darauf, dass derzeit 51 Bewohnerinnen und Bewohner am Corona-Virus erkrankt sind. Das ist rund ein Prozent. „Und von den 4.500 Bediensteten sind lediglich neun positiv getestet worden. In den Landeseinrichtungen für Menschen mit Behinderungen sind bisher keine Covid-19-Erkrankungen vorgekommen“, so Schellhorn, und er fügt hinzu: „Ich habe in einer Videokonferenz mit meinen Amtskollegen erfahren, dass andere Bundesländer für die Durchtestung weitaus länger brauchen. Wir sind da auf einem guten Weg.“

 

Stufenweise Vorgehensweise in den nächsten Wochen

Nach Abschluss der Stufe 1, diese umfasst elf Einrichtungen mit rund 1.500 Bewohnern und Mitarbeitern, kommen in den nächsten Wochen die Seniorenwohnhäuser der Stufen 2 bis 4 an die Reihe. Stufe 2 bedeutet, dass in diesen Häusern Verdachtsfälle aufgetreten sind. In den Häusern der Stufen 3 und 4 sind bisher weder positive Testungen noch Verdachtsfälle aufgetreten.

AGES testet im Zentralraum, das Rote Kreuz in den Bezirken

Um die Tests in der Stadt Salzburg und dem Umland kümmert sich die AGES – Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit. In den anderen Gemeinden übernimmt das das Land Salzburg gemeinsam mit dem Roten Kreuz. Die Abstriche werden teils vom Pflegepersonal vorgenommen, aber auch von den mobilen Abstrich-Teams des Roten Kreuzes. „In vier bis fünf Wochen sollen alle Einrichtungen durchgetestet sein. Damit haben wir eine gewisse Sicherheit bei den Risikogruppen“, so Stöckl. Ob es eine zweite Testrunde geben wird, hängt von der zukünftigen Entwicklung ab.

Auch Spitäler werden durchgetestet

Ebenfalls getestet werden Patienten, die aus dem Spital in eine Senioreneinrichtung entlassen oder von der mobilen Pflege zuhause betreut werden. Als nächsten Schritt plant das Land die Durchtestung in den Spitälern. In einzelnen Krankenhäusern, etwa in Oberndorf oder im Tauernklinikum, ist das laut Stöckl teils schon geschehen. Für die rund 6.000 Mitarbeiter der Landeskliniken kündigte er eine „intelligente, strategische Testung“ an: „Wir werden nach mathematisch-statistischen Grundsätzen nur ein repräsentatives Drittel testen und danach auf die gesamte Belegschaft hochrechnen.“ LK_200424_51 (grs/mel)

Mehr zum Thema

 

Medienrückfragen:

Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at

Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum