Corona-Situation ab 1. Mai: Mit Disziplin und Hausverstand gegen zweite Welle

Landessanitätsdirektorin: „Abstand halten, Hände waschen und Mund-Nasen-Schutz wichtiger denn je“
Salzburger Landeskorrespondenz, 28. April 2020

(LK)  Wie die Bundesregierung heute bekannt gegeben hat, laufen die Ausgangsbeschränkungen in der derzeitigen Form mit 30. April aus. „Jetzt, da wir wieder – und das haben viele verständlicherweise herbei gesehnt - mehr Freiheiten gewinnen, sind die Verhaltensregeln wichtiger denn je. Sonst machen wir den Erfolg bei der Eindämmung der Pandemie wieder zunichte“, betont Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz.

 

Die Zahlen der Neuinfektion mit Covid-19 schauen in Salzburg gut aus. Das Virus wird aber, so lange es keine Impfung gibt, unter uns sein und sich auf das tägliche Zusammenleben auswirken. Das heißt: Die Gratwanderung zwischen „normalem“ Alltag und Vorsicht vor Ansteckung bleibt uns erhalten. Ab 1. Mai gilt generell die bundesweite Regelung, dass zu Menschen, mit denen man nicht im gemeinsamen Haushalt lebt, ein Meter Abstand zu halten ist. Zudem sind unter Auflagen unter anderem Treffen auf öffentlichen Plätzen und Restaurantbesuche wieder möglich. Für die Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz lautet der Appell nun: „Lassen wir es mit Restaurantbesuchen und Treffen eher langsam angehen und achten wir darauf, dass die Gruppen klein sind und wir alle Personen auch kennen. Wenn sich jetzt alle etwas zurückhalten, wird sich die Situation hoffentlich nicht verschlechtern“, ist Juhasz überzeugt.

Verhaltensregeln haben sich bewährt

Abstand halten, Hände waschen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen hat sich in den vergangenen Wochen bewährt, weiß Juhasz: „Es zeigt sich, dass nicht nur die Corona-Infektionen sondern auch andere Atemwegserkrankungen abgenommen haben. Setzen wir besonders jetzt den Hausverstand ein und tragen überall dort, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, einen Mund-Nasen-Schutz, um andere vor einer Tröpfcheninfektion zu schützen“, so Juhasz, die darauf hinweist auch im privaten Bereich drauf zu achten, dass sich vor allem Kinder und ältere Menschen, die zur Risikogruppe gehören, nicht zu nahekommen.

Das richtige Verhalten am Arbeitsplatz

Am Arbeitsplatz, beispielsweise in einem Büro oder bei Besprechungen, gelten die gleichen Grundregeln. „Die Räume müssen groß genug sein, sonst sind Mund-Nasen-Masken zu tragen und es soll jedenfalls häufig gut durchgelüftet werden. Die Händehygiene ist auch hier, wie überall, ein ganz wichtiger Punkt. In vielen Berufen haben sich in letzter Zeit Videokonferenzen gut bewährt und sind natürlich auch jetzt noch die sicherste Variante für Besprechungen mit mehreren Personen“, rät die Landessanitätsdirektorin.

Nicht vergessen: Auf die Symptome achten!

In der Eigenverantwortung der Bevölkerung liegt es weiterhin genau auf das eigene Wohlbefinden und auf mögliche Symptome einer Infektion mit dem Corona-Virus zu achten. Einen Anruf bei der Hotline 1450 empfiehlt Petra Juhasz, „wenn eine akute Atemwegsinfektion mit oder ohne Fieber vorliegt sowie bei der betroffenen Person zumindest eines der folgenden Symptome vorliegt: Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Katarrh der oberen Atemwege, oder der plötzliche Verlust des Geschmacks- beziehungsweise Geruchssinnes, wenn dafür keine andere plausible Erklärung vorliegt. Besser es wird einmal zu viel getestet, als einmal zu wenig.“ Die Zuweisung zu Covid-19-Tests erfolgt nach wie vor ausschließlich durch den Hausarzt oder über die Gesundheitshotline 1450. Mittlerweile kann man sich auch privat beim Hausarzt testen lassen, wenn man zum Beispiel ein Attest braucht.

Der Faktor Hausverstand

Dass ab 1. Mai die Ausgangsbeschränkungen nicht mehr gelten, hat viele Salzburgerinnen und Salzburger erleichtert. „Ich nenne es die neu gewonnene Freiheit, die wir uns mit sehr viel Disziplin erarbeitet haben, weil die Neuinfektionen gesunken sind. Aber gerade jetzt ist es wichtig, mit zu denken, wie kann ich beitragen, dem Virus weiterhin wenig Chance zu geben. Das Mitdenken löst jetzt die Vorschriften ab, womöglich die schwierigste Phase, in der wir uns bis jetzt befunden haben“, so Petra Juhasz. LK_200428_30 (mw/mel)

 

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