Reparieren statt wegwerfen boomt

Leichter Rückgang der „Reparaturbonus“-Ansuchen durch Corona-Krise / Bereits mehr als 100.000 Euro Unterstützung für 1.500 Anträge
Salzburger Landeskorrespondenz, 03. May 2020

(LK) Statt den kaputten Toaster oder den defekten Radio wegzuwerfen, setzen immer mehr Salzburgerinnen und Salzburger auf „reparieren statt wegwerfen“. Viele nehmen dabei den Reparaturbonus des Landes in Anspruch. Die Ausgangsbeschränkungen auf Grund der Corona-Krise haben hier kurzzeitig zu einem leichten Rückgang geführt, die Zahl Ansuchen steigt jedoch wieder, da auch viele Betriebe wieder geöffnet haben.

„Der Reparaturbonus ist sehr beliebt. Er liefert einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung, stärkt die Reparaturbetriebe im Land, gibt Geräten eine zweite Chance, und schont Ressourcen und Umwelt. Gerade die aktuelle Krise zeigt uns, dass wir einige unserer Routinen überdenken müssen, dazu lädt auch der Reparaturbonus ein“, ist Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn überzeugt und verweist auf den Salzburger Reparaturführer www.reparaturfuehrer.at, wo die teilnehmenden Betriebe gelistet sind.

Corona-Krise bewirkte leichten Rückgang

Bei den Reparaturen und Förderanträgen bemerkte man durch die Ausgangsbeschränkungen einen kurzfristigen Rückgang. Allerdings gab es mit Öffnung der kleinen Betriebe wieder mehr Ansuchen und es wird mit einem weiteren Anstieg nach der Beendigung der Ausgangsbeschränkungen mit 30. April gerechnet.

Mehr als 1.500 Ansuchen positiv erledigt

Die Reparaturbonus-Aktion wurde vor fünf Monaten gestartet. Jeder private Salzburger Haushalt kann damit jährlich bis zu 100 Euro in Anspruch nehmen. Insgesamt sind bisher mehr als 1.740 Anträge eingelangt, mehr als 1.500 davon wurden positiv erledigt. Eine Fördersumme von insgesamt 111.385 Euro wurde bereits ausgeschüttet. Die durchschnittliche Fördersumme pro Antrag betrug rund 70 Euro. Aktuell werden gerade weitere 117 Anträge bearbeitet.

Recyclinghöfe – Restmüllaufkommen zurückgegangen

Nach dem ersten Run auf einzelne Recyclinghöfe kurz nach Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen, hat sich dieser beruhigt und auf ein verträgliches Ausmaß eingependelt. Das Mengenaufkommen an Restmüll ist teils erheblich zurückgegangen, da in den kommunalen Systemen in Salzburg viele angeschlossene Betriebe zum Großteil geschlossen sind. Über die Nutzung und Öffnungszeiten des Recyclinghofes muss man sich bei der eigenen Gemeinde informieren, beim Aufsuchen gelten die Corona-Hygiene und Abstandsregeln. Um den Andrang auf die Recyclinghöfe aufgrund größerer Mengen von Sperrmüll, Altholz oder Grünabfällen zu vermeiden, empfiehlt das Land den Gemeinden eine alternative mobile Sammlung für diese Abfälle durchzuführen. Dadurch können Kontakte minimiert und Wartezeiten an den Recyclinghöfen reduziert werden. „Auch unter den geänderten Rahmenbedingungen haben alle Beteiligten in der Abfallwirtschaft, einen hervorragenden Job gemacht. Wir werden jetzt dann auch beginnen aus den die gesammelten Erfahrungen die richtigen Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Salzburger Abfallwirtschaft abzuleiten“, so Schellhorn. LK_200501_10 (ram/kg)

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Medienrückfragen: Judith Schwaighofer, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4831, Mobil: +43 664 8565415, E-Mail: judith.schwaighofer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum