Landesdienstleistungszentrum auf Schiene

Generalplanung wird im Juni ausgeschrieben / Mitarbeiterwünsche beim Projekt berücksichtigt
Salzburger Landeskorrespondenz, 02. June 2020

(LK) Alles läuft wie geplant! Die Rede ist vom neuen Landesdienstleistungszentrum am Salzburger Hauptbahnhof. Am 8. Juni steht nun mit der Ausschreibung des Generalplanerwettbewerbs ein nächster wichtiger Schritt bevor. In einem mehrstufigen Verfahren wird bis Sommer 2021 ermittelt, wie das neue Zentrum aufgebaut sein und aussehen soll. Am Ende wird ein Siegerprojekt ermittelt, das dann, wie geplant, 2026 bezugsfertig ist. Das Gebäude bietet auf 53.000 Quadratmetern Platz für rund 1.200 Bedienstete.

Das achtköpfige Preisgericht setzt sich aus Vertretern des Landes Salzburg, der Stadtplanung, des Gestaltungsbeirates und der Kammer der ZiviltechnikerInnen | ArchitektInnen und IngenieurInnen zusammen.

Langlebigkeit und angenehmes Arbeiten

„Ziel ist es, hohe Qualität vereint mit hohem Wohlbefinden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden zu schaffen, ohne dabei die Kosten und damit den wirtschaftlichen Umgang mit öffentlichen Geldern aus den Augen zu verlieren“, bekräftigt Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Um all das gewährleisten zu können, wurden im Auftrag des politischen Steuerungsgremiums vom Projektteam Landesdienstleistungszentrum (LDZ) klare Ziele definiert, denen die neue Verwaltungszentrale des Landes gerecht werden soll:

1. Kulturelle Ziele

  • die Bündelung der öffentlichen Dienstleitungen in einem zentralen Bürgerservicecenter

  • eine offene Gestaltung des Gebäudes mit Freiräumen und ausreichend Begegnungszonen

  • die Umsetzung eines differenzierten Sicherheitskonzepts für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • offene und vielfältige Arbeitsmöglichkeiten mit einer guten Besprechungsinfrastruktur

  • vorbildliche Umsetzung im Sinne der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050

2. Wirtschaftliche Ziele

  • eine Lebenszyklusorientierung des Gebäudes, um nicht nur die kurzfristigen Baukosten, sondern auch die Folgekosten im Auge zu behalten

  • Flächeneffizienz bedeutet ein Bekenntnis zu ausreichend Platz und Bewegungsmöglichkeit bei gleichzeitiger Vermeidung der Verschwendung von wertvollen Flächen

  • Prozessoptimierungen mittels durchdachter Raumkonzepte

  • Impulse für die regionale Wirtschaft

3. Soziale Ziele

  • Fortsetzung der Beteiligung und Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung

  • Weitgehende Barrierefreiheit des Gebäudes als klare Vorgabe

  • Gesundheit und Wohlbefinden aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden sind maßgebliche Planungsparameter

  • Freiräume für Begegnung und Vernetzung werden mitgedacht und umgesetzt

  • Schaffung guter Kinderbetreuungsmöglichkeiten vor Ort

  • einfache Wechselmöglichkeiten von Büroarbeit und Homeoffice durch entsprechende technische Infrastruktur

  • Mitarbeiterrestaurant und Café, die auch für Besucher nutzbar sind, als Fixpunkte in der Planung

4. Organisatorische Ziele:

  • Errichtung des neuen LDZ bringt einen weiteren Impuls zur Etablierung einheitlicher Standards und zeitgemäßer Abläufe im gesamten Landesdienst

  • Digitalisierung der Organisation – nach innen und außen – wird ausgebaut

  • Nähe zum Bürger und zu Unternehmen stehen im Fokus, Dezentralisierung wird bei der Planung des neuen LDZ mitgedacht

  • Raum für Fort- und Ausbildung wird im neuen Gebäude geschaffen

  • kurze Wege und klare Strukturen sind das Ziel

  • höchstmögliche Flexibilität zeichnet die baulichen Maßnahmen im gesamten Gebäude aus

Wünsche der Bediensteten berücksichtigt

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit Anbeginn intensiv in die Planungen miteingebunden. Eine Mitarbeiterbefragung im Landesdienst sowie im Februar und März durchgeführte Gestalterteamworkshops mit rund 100 Bediensteten aus allen Abteilungen haben einige sehr klare Orientierungspunkte ergeben, die auch in die Vorgaben für die Generalplanung einfließen“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Auch im weiteren Prozess sollen die künftigen Nutzer des Gebäudes eingebunden und auf dem Laufenden gehalten werden.

Beste Bedingungen am neuen Arbeitsplatz

Im neuen Dienstleistungszentrum entsteht ein Mix aus Einzelbüros, Gruppenbüros und modernen Büroinseln mit zeitgemäßer Ausstattung. An allen Arbeitsplätzen wird auf die Klimatisierung, Beschattung, Akustik und Privatsphäre geachtet. Der Zugang zu allen Räumlichkeiten ist selbstredend barrierefrei. Auch auf den Wunsch von Fahrradstellplätzen, Duschen und Garderoben wird eingegangen.

Sicherheit als wichtiger Punkt

Zentrale Elemente sind zudem die Besprechungsinfrastruktur und die Sozialräume. Dazu gehören das Mitarbeiterrestaurant und ein Café, aber vor allem auch entsprechende Begegnungszonen in den Bürobereichen. Eltern sollen künftig von den neuen Kinderbetreuungsmöglichkeiten profitieren. Auch der Wunsch nach Sicherheit ist ein wichtiger Punkt in den Planungen. So wird es eine klare Trennung des Parteienverkehrsbereiches von den Bürobereichen samt entsprechender abgestufter Zutrittsberechtigungen geben. LK_200602_20 (rb/kg/grs)

Mehr Infos zum Thema

 

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum