Covid-19 macht keine Ferien

Exakt drei Monate Corona in Salzburg / Noch 6 aktiv Infizierte in Salzburg / 6 Gemeinden betroffen
Salzburger Landeskorrespondenz, 29. May 2020

(LK) Auf den Tag genau vor drei Monaten, am 29. Februar, war auch in Salzburg schlagartig alles anders: der erste bestätigte Corona-Fall wurde den Behörden gemeldet. Aktuell gibt es heute landesweit noch 6 Infizierte, keiner davon mehr im Krankenhaus. Dazwischen liegen 32.933 Tests und Insgesamt 1.240 positiv Getestete. „Die drei Monate waren fordernd für alle Beteiligten. Ich kann nur danke sagen, wie alle mitgewirkt haben, dass wir jetzt weniger als zehn Infizierte haben und im Österreichschnitt an zweitletzter Stelle der Infektionen liegen, obwohl wir am Anfang sehr betroffen waren“, betont Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

 

Nun gehe es in der zweiten Phase vor allem um das Hochfahren der Wirtschaft, um die schrittweise Rückkehr in die Normalität, aber trotzdem immer ein Auge darauf zu haben, dass es zu keiner weiteren Infektionswelle komme, so der Landeshauptmann, und weiter: „Wichtig ist jetzt, dass bei Neuinfektionen die Kette unterbrochen wird, aber auch, dass wir gut vorbereitet sind. Vor allem im Hinblick auf den Sommertourismus spielen wir derzeit verschiedene Szenarien durch - alles immer vor dem Hintergrund: Es kann eine zweite Welle kommen und da müssen wir sehr schnell reagieren.“

Stöckl: „85 Prozent aller Spitalsbetten stehen wieder zur Verfügung.“

„Im Schnitt stehen derzeit rund 85 Prozent aller Spitalsbetten wieder zur Verfügung. Für das Hochfahren gibt es ein mit allen Krankenhäusern abgestimmtes Konzept. Zentral dabei ist, dass im Falle einer zweiten Welle die notwendigen Kapazitäten sehr rasch wieder vorhanden sein müssen“, ergänzt Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Die vergangenen drei Monate hätten gezeigt, dass die enge Zusammenarbeit aller Spitäler des Landes gut funktioniere. Dies sei auch in der jetzigen Phase des Übergangs von der zentralen zur dezentralen Versorgung der Covid-19-Patientinnen und Patienten besonders wichtig.

Zwei Bezirke heute coronafrei

Der Lungau und die Stadt Salzburg sind bereits seit rund zwei Wochen „coronafrei“. Im Flachgau und im Pinzgau gibt es aktuell jeweils noch 2 Infizierte, im Pongau und im Tennengau je 1. Sechs der 119 Gemeinden des Landes sind derzeit noch betroffen.

27. März: 105 neue bestätigte Fälle an einem Tag

Die Landesstatistik mit ihrem Leiter Gernot Filipp hat markante Eckpunkte der Entwicklung in den vergangenen drei Monaten zusammengestellt: Ein Blick darauf zeigt, dass die höchste Wachstumsrate (3-Tagessschnitt) der Infektionen, nämlich 44,2 Prozent, am 16. März verzeichnet wurde. Die Verdopplungsrate (3-Tagessschnitt) lag zwischen 7. und 24. März unter drei Tagen. Der 27. März war jener Tag, an dem die meisten Neuinfektionen aufgetreten sind: landesweit wurden 105 neue bestätigte Fälle gemeldet. Genau eine Woche später, am 3. April, war dann der Tag mit der Höchstzahl der aktiv Infizierten: insgesamt 857 Personen.

Mehr Genesene als Infizierte nach sechs Wochen

Gleich nach diesem Peak setzte dann der ersehnte Abwärtstrend ein. Am 4. April gab es erstmals mehr Neu-Genesene als Neu-Infizierte und am 10. April mehr Genesene gesamt als aktiv Infizierte.

Der „durchschnittliche Infizierte“ ist 48 Jahre alt

38 Personen sind in Salzburg an einer Covid-19-Infektion verstorben, bei diesen lag das Durchschnittsalter bei 82,4 Jahren. Von den 1.240 positiv getesteten Personen waren 51,3 Prozent weiblich, 48,7 Prozent männlich, was fast exakt dem Anteil in der Gesamtbevölkerung entspricht. Die meisten der positiv Getesteten waren zwischen 25 und 65 Jahre, der „durchschnittliche Infizierte“ in Salzburg ist 48 Jahre alt.

Vielgefragte Telefon-Hotlines

Wie groß das Informationsbedürfnis der Bevölkerung in diesen bisher zwölf Wochen war, belegen die aktuellen Bilanzen der Telefon-Hotlines: die Gesundheitshotline 1450, betrieben vom Roten Kreuz Salzburg, verzeichnete 36.577 Anfragen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Corona-Hotline des Landes Salzburg 0662 8042-4450 hatten alle Hände voll zu tun: hier gingen insgesamt bis dato 17.470 Anrufe ein.

Landeseinsatzstab mehr als 15.000 Stunden aktiv

Der Landeseinsatzstab wurde am 29. Februar aktiviert. Er unterstützt die Gesundheitsbehörden und koordiniert jene Aufgaben, die mehrere Partner wie Einsatz, Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie Behörden betreffen – bisher in insgesamt 15.264 Arbeitsstunden. Diese Stabsstruktur bleibt noch einige Tage aufrecht. „In den nächsten Wochen geht es nun darum, zurück in eine Routine zu finden. Dies ist auch ein wichtiges Signal für die Bevölkerung. Eine zentrale Rolle haben dann die Bezirksverwaltungsbehörden, was das Eindämmen und Nachverfolgen von Infektionsclustern betrifft. Die Bezirkshauptmannschaften sind daher in den nächsten Wochen der Schlüssel zum Erfolg“, ist Markus Kurcz, der Leiter des Landeseinsatzstabs überzeugt. LK_200529_20 (kg/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum