110 Aufführungen an 30 Tagen im August

Salzburger Festspiele mit Jedermann, je zwei Opern- und Schauspielproduktionen sowie 50 Konzerten
Salzburger Landeskorrespondenz, 09. June 2020

(HP) 110 Vorstellungen an 30 Tagen auf 8 Spielstätten. Alle Produktionen des Jubiläumsjahres, die 2020 nicht zur Aufführung kommen, sollen 2021 gezeigt werden. Das Jubiläumsprogramm wird mit der Eröffnung der Landesausstellung im Salzburg Museum Ende Juli 2020 beginnen und erst im Jahr darauf, am 31. August 2021, enden – so die heute präsentierten Eckpunkte der aufgrund der Corona-Krise modifizierten Salzburger Festspiele.

 

Dass auch heuer Salzburger Festspiele stattfinden, ist für Landeshauptmann Wilfried Haslauer, den Vorsitzenden des Festspielkuratoriums, „eine Entscheidung von nicht zu unterschätzender Tragweite. Ein wichtiges Signal, das sich in erster Linie an die Künstlerinnen und Künstler und die vielen Initiativen und Kulturveranstalter richtet, aber gleichermaßen auch an die Hotellerie und die Tourismuswirtschaft in Stadt und Land.“

 

2 Opern, 3 Schauspielproduktionen und mehr als 50 Konzerte

Im Detail bedeutet das, dass heuer rund 80.000 Karten zu vergeben sind, also rund ein Drittel des ursprünglich geplanten Kontingents. Neben den beiden Opernproduktionen Elektra (Richard Strauss) und Cosi fan Tutte (W.A. Mozart) mit insgesamt 12 Aufführungen, gibt es 29 Vorstellungen im Schauspiel und zwar von Jedermann (Hugo von Hofmannsthal), Everywoman (Milo Rau) und die Uraufführung von Zdenek Adamec (Peter Handke). Auf dem Programm stehen weiters 53 Konzerte, Liederabende und Matineen, 4 „Reden über das Jahrhundert“, 4 Filmvorführungen sowie 8 Vorstellungen „jung & jede*r“.

Künstlerisch Sinnvolles und wirtschaftlich Vertretbares

„Ich habe keine Minute daran gezweifelt, dass wir in diesem Sommer spielen würden“, betont Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, und weiter: „In den vergangenen Tagen und Wochen wurde immer daran gearbeitet, unter dem Vorrang der Sicherheit künstlerisch Sinnvolles und wirtschaftlich Vertretbares zu erreichen.“ Sowohl in der Oper als auch im Schauspiel werden Produktionen, die heuer nicht zu realisieren sind, auf das nächste Jahr verschoben.   

Festspiele, die jedem Sicherheitsanspruch gerecht werden

Intendant Markus Hinterhäuser ergänzt: „Wir werden in diesem Jahr Festspiele erleben, die anders sind. Wir werden Festspiele erleben mit deutlich weniger Veranstaltungen, mit einem deutlich geringeren Kartenangebot und damit auch weniger Zuschauern. Wir werden aus jedem Genre etwas zeigen. Wir werden nichts auslassen, obwohl wir viel weglassen. Und es werden Festspiele sein, die jedem Sicherheitsanspruch gerecht werden.“

Präventionskonzept und Expertenbeirat

Es wurde ein detailliertes Präventionskonzept erarbeitet, das derzeit mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt wird, sowie ein eigener Präventionsbeirat mit namhaften Experten eingerichtet. „Dabei steht die Gesundheit aller Beteiligten im Vordergrund. Deshalb werden wir selbstverständlich alle von der Bundesregierung verordneten Maßnahmen penibel befolgen, aber diese, wenn notwendig in unserer Eigenverantwortung noch ergänzen und übertreffen“, erklärt der Kaufmännische Direktor Lukas Crepaz.

Maskenpflicht und personalisierte Eintrittskarten

Für das Publikum wird eine generelle Maskenpflicht gelten, außer auf den Sitzplätzen während der Vorstellung, die Eintrittskarten werden personalisiert und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden, die Sitzplatzvergabe erfolgt strikt nach einem „Schachbrettmuster“ und es wird keine Pausen und keine Bewirtung geben. Bei der Vergabe der Eintrittskarten erhalten in den nächsten Tagen alle, die bereits welche besitzen, ein Ersatzangebot, das dann angenommen oder abgelehnt werden kann. Tickets, die bei dieser ersten Vergabephase übrigbleiben, kommen dann in einen Topf der frei verfügbaren Karten. LK_200609_21 (kg/mel)

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum