Kontakterhebung bei Covid-19-Cluster bisher erfolgreich

Acht Infektionen bisher frühzeitig entdeckt / Behörden arbeiten Hand in Hand / Haslauer und Stöckl negativ getestet
Salzburger Landeskorrespondenz, 20. June 2020

(LK)  Der aktuelle Covid-19-Cluster in Salzburg wird von den betroffenen Behörden seit Auftreten gemeinsam abgearbeitet. Inzwischen wurden Infektionen in der Stadt Salzburg, dem Tennengau, dem Pongau und dem Flachgau entdeckt. Binnen weniger Stunden wurden bisher alle Kontaktpersonen kontaktiert und unter Quarantäne gestellt. Um Infektionsketten schnellstmöglich zu unterbrechen, werden bei einem Cluster betroffene Personen auch ohne Symptome getestet.

„Binnen eines Tages ist es gelungen, mehr als 100 Kontaktpersonen aus diesem Cluster zu testen. Je nachdem, wie die Ergebnisse ausfallen, gestalten sich die weiteren Arbeiten“, sagt Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz. „Aus medizinischer Sicht haben Tests von Kontaktpersonen Vorrang und am Montag werden wir sicherheitshalber auch alle weiteren Regierungsmitglieder und deren Büromitarbeiter testen. Bis dahin wurden sie informiert, geltende Hygienerichtlinien und Abstände einzuhalten. Für eine frühere Testung besteht medizinisch keine Veranlassung“, so Juhasz. Um allen Spekulationen entgegen zu wirken, haben sich die beiden für Covid-19 hauptverantwortlichen Regierungsmitglieder, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landeshauptmann-Stellvetreter Christian Stöckl bereits einem Test unterzogen. Beide Ergebnisse waren negativ.

Veranstaltung am Montagabend war Ausgangspunkt

Bisher stellt sich der Fall in Salzburg für die Behörden so dar, dass es am Montagabend (15. Juni 2020) eine Veranstaltung mit rund 40 Personen gegeben hat. Es gibt bis dato keine Hinweise, dass derzeit gültige Bestimmungen dort nicht eingehalten wurden. Am Mittwoch wurde aus der Runde der Teilnehmer eine Person positiv auf Covid-19 getestet. Dabei handelte es sich nicht um einen Landesbediensteten. Unter den zahlreichen Kontaktpersonen befanden sich dann aber zwei Landesbedienstete, die zunächst keine Symptome zeigten.

Tests zur Unterbrechung der Infektionskette angeordnet

Nachdem man mit den Arbeiten einer Clusteridentifikation umgehend begann, wurden alle Kontaktpersonen getestet, obwohl sie keine Symptome aufwiesen. Am Donnerstagabend standen bereits die ersten Ergebnisse fest. Ein Landesmitarbeiter wurde positiv getestet, erst in der Nacht von Donnerstag auf Freitag  entwickelte er Symptome.

Kontaktpersonenerhebung innerhalb kürzester Zeit

Binnen weniger Stunden wurden alle Kontaktpersonen verständigt und von den zuständigen Behörden abgesondert. Darunter befanden sich Mitarbeiter verschiedenster Unternehmen und auch des Landes Salzburg. Die Gesundheitsbehörden haben gestern, Freitag, alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 einer Testung unterzogen, die Ergebnisse werden für heute Samstag erwartet. Nachdem gestern auch Symptome von Kategorie 2-Kontakten bekannt wurden, werden auch diese einer Testung unterzogen.

Regierungsmitglieder haben alle Termine abgesagt

Die Salzburger Landesregierung hat sofort darauf reagiert und alle Termine bis zum Vorliegen der Testergebnisse abgesagt. Weitere positive Testergebnisse werden in dieser Form abgearbeitet und von den Behörden nachverfolgt. Eine schnelle Erhebung der Kontaktpersonen ist für die Behörden der Schlüssel zum Erfolg. LK_200620_80 (fw/mel)

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