Schutz für ein ganz besonderes Gebiet

Pinzgauer Natura-2000-Gebiet „Unkenberger Mähder“ als europaweit bedeutsame Blumenwiesen
Salzburger Landeskorrespondenz, 24. June 2020

(LK)  „Die letzten ihrer Art“ ist nicht nur ein Buchtitel von Kult-Autor Douglas Adams. Zu den letzten ihrer Art zählen auch die großflächigen Berg-Mähwiesen der Unkenberger Mähder in Salzburg. „Diese überaus artenreichen und bunt blühenden 27 Hektar großen Wiesenflächen bilden seit dem Vorjahr ein Natura-2000-Gebiet, also ein Europaschutzgebiet. Durch den großen Einsatz der Bäuerinnen und Bauern wurde hier ein ganz besonderes Fleckerl Erde geschaffen und erhalten. Dafür gebührt ihnen besonderer Dank“, betont Landesrätin Maria Hutter.

Für dieses besondere Wirtschaftsgrünland wurde eine Info-Schautafel gestaltet. Bis Mitte der 1970er Jahre war diese ursprünglich fast 180 Hektar umfassenden Wiesenflächen ein wichtiger Baustein der regionalen Futter-Heuversorgung. Kaum gedüngt, ein- bis zweimal im Jahr mühsam per Hand gemäht und mäßig im Ertrag – diese Nachteile haben die Bergmähder langsam aus der Kulturlandschaft verschwinden lassen. Heute zeichnen sie sich durch hohen Artenreichtum aus, vielerorts eroberte sich der Wald diese nicht mehr bewirtschafteten Flächen zurück, die Heimat für zahllose Tier- und Pflanzenarten sind.

Mühsame Bewirtschaftung unter schwierigen Verhältnissen

„Nicht so bei unseren Bergmähdern“, betont Klaus Vitzthum, dort selber Eigentümer und gleichzeitig Obmann der Bezirksbauernkammer Zell am See. „Dank unserer dauerhaften Bewirtschaftung konnte dieses Juwel über Jahrhunderte erhalten werden. Wir werden dieses bäuerliche und für die Natur wertvolle Kulturgut auch für künftige Generationen bewahren.“

Vorbild für weitere geschützte Bergwiesen

„Mit der Schautafel wollen wir Wanderer und Touristen über die Schönheit und Besonderheit dieser Flächen informieren“, so Landesrätin Hutter, „wir wollen aber auch unsere junge Generation sowie Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter über die kulturhistorische Entwicklung dieser Wiesentypen informieren. Und vielleicht gelingt es auch in anderen Gebieten, künftig wieder solche Bergmähwiesen zu etablieren“, sagt die Landesrätin. LK_200624_60 (sm/grs)

Medienrückfragen: Maximilian Brugger, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4931, Mobil: +43 664 3046837, E-Mail: maximilian.brugger@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum