Mehr als 160 Investitionsprojekte in nur einem Monat

Land und WKS stellen zehn Millionen Euro zur Verfügung / Starker Impuls für kleine und mittlere Unternehmen
Salzburger Landeskorrespondenz, 26. June 2020

(LK)  Die gemeinsam von Land und Wirtschaftskammer Salzburg (WKS) finanzierte und vor wenigen Wochen vorgestellte Sonderförderaktion für betriebliche Investitionen wird gut angenommen: Allein im ersten Monat sind 163 Anträge eingelangt. Daraus lässt sich eine Investitionssumme von 20 Millionen Euro ableiten.

„Unser Plan für einen Investitions-Neustart der Salzburger Klein- und Mittelbetriebe ist auf einem sehr guten Weg“, freut sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer und fügt hinzu: „Mehr als 160 Salzburger kleine und mittlere Unternehmen haben schon im ersten Monat, seitdem die Aktion angelaufen ist, also von 15. Mai bis 15. Juni, den Investitionsmotor angeworfen und nutzen die nicht rückzahlbare Einmalprämie von 20 Prozent der Investitionssumme bis maximal 100.000 Euro.“

Buchmüller: Richtige Strategie zur richtigen Zeit

Für Salzburgs Wirtschaftskammer-Präsident Peter Buchmüller stellt die Aktion die richtige Strategie zur richtigen Zeit dar: „Die Betriebe brauchen die Hilfszahlungen, aber auch zusätzlich viele positive Impulse. Und sie brauchen Aufträge. Wer investiert, löst in vielen anderen Branchen Umsätze aus. Unsere Aktion, zu der Land und WKS jeweils fünf Millionen Euro beisteuern, ist die richtige Mut-Injektion für verstärkte Investitionen. So kommen wir wieder aus der Krise.“

Insgesamt zwölf Millionen Euro

Im Wachstumsprogramm für Kleinbetriebe waren bis zum Ausbruch der Corona-Krise zwei Millionen Euro für Betriebe bis zu 20 Mitarbeitern an Investitionsförderung vorgesehen. Die aktuelle Aktion setzt aber mit zehn Millionen Euro fünf Mal so viel Geld ein. Insgesamt stehen damit jetzt zwölf Millionen Euro für Investitionszuschüsse zur Verfügung. Gleichzeitig wurden die Kriterien, die bisher im Wachstumsprogramm für Kleinbetriebe gegolten haben, adaptiert:

  • Die nicht rückzahlbare Prämie wurde von zehn auf 20 Prozent erhöht.
  • Die Obergrenze von 20 Beschäftigten wurde auf 50 pro Unternehmen erweitert.
  • Die Förderobergrenze wurde von 40.000 auf 100.000 Euro angehoben.
  • Die Anträge können unbürokratisch online gestellt werden. Die gesamte Förderabwicklung erfolgt digital.

Im Schnitt 13.200 Euro pro Förderfall

Somit werden mit mehr Mitteln zahlreiche und größere Investitionsprojekte von mehr Unternehmen möglich. Das zeigt sich in der Aufgliederung der eingereichten Projekte, die die ganze Bandbreite an KMU spiegeln.

  • 43 Anträge beziehen sich auf Investitionen bis 200.000 Euro, 14 auf Investitionen bis 500.000 Euro und vier Anträge auf über 500.000 Euro. Da bei der Förderhöhe eine Obergrenze bis 100.000 Euro eingezogen wurde, fließen in diesen Fällen jeweils 20.000 Euro.
  • Wichtig ist die Förderung aber auch für Investitionen bis 50.000 Euro. Hier haben 65 Unternehmen angesucht. 37 Anträge kamen von Unternehmen, die zwischen 50.000 und 100.000 Euro investieren wollen.
  • Im Schnitt werden rund 13.200 Euro pro Förderfall als Zuschuss ausgeschüttet.

Projekte wie in Kleßheim geben Impulse

„Mit dem verbesserten Wachstumsprogramm für Kleinbetriebe haben wir den richtigen Weg eingeschlagen. Dieser wird nun auch von der Bundesregierung bestätigt, denn sie setzt ebenfalls stark auf die Förderung von Investitionen“, betonen Haslauer und Buchmüller. Sowohl für das Land als auch die WKS ist das verbesserte Wachstumsprogramm für Kleinbetriebe ein Element einer umfassenderen Strategie. Dazu gehören auch Investitionsprojekte beider Institutionen. Allein die WKS wird in den nächsten fünf Jahren bis zu 50 Millionen Euro in wichtige Bildungsprojekte investieren, beginnend mit dem Neubau der Tourismusschule Kleßheim. Noch heuer soll dazu die Ausschreibung gestartet werden.

Investitionen des Landes als Wirtschaftsmotor

Ebenso wird das Land Salzburg seinen eingeschlagenen Weg der Investitionen und Projekte konsequent weiter fortsetzen. Die Regierungskoalition hat sich geeinigt, trotz der schwierigen Situation Projekte nicht zu stoppen und das Dogma „Keine neuen Schulden“ dafür vorübergehend auf Eis zu legen. „Kaputt sparen wäre jetzt das absolut falsche Signal. Alle Vorhaben des Regierungsprogramms wollen wir, soweit es irgendwie möglich ist, umsetzen“, betont Landeshauptmann Haslauer. LK_200626_52 (grs/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum