So heizt Salzburg

Erneuerbare Energie weiter auf dem Vormarsch / Heizungstausch am besten jetzt
Salzburger Landeskorrespondenz, 08. July 2020

(LK)  Die Salzburgerinnen und Salzburger heizen zunehmend mit erneuerbarer Energie. Trotzdem sind noch immer rund 45.000 private Ölheizungen im ganzen Land in Betrieb. Um die Ziele der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 zu erreichen, müssen diese alten Anlagen in den nächsten Jahren Stück für Stück gegen klimafreundliche Heizsysteme getauscht werden.

„Und zwar am besten jetzt, rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode im Herbst“, empfiehlt Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, der in der Landesregierung für Umwelt und Energie zuständig ist. Er verweist auf die derzeit noch vollen Fördertöpfe des Bundes und des Landes und rät: „Vor jedem Heizungstausch die Energieberatung Salzburg kontaktieren. Hier gibt es kostenlose und produktunabhängige Informationen von erfahrenen Fachleuten.“ Alle Informationen dazu gibt es unter www.salzburg.gv.at/energieberatung.

Fernwärme derzeit top

Im Land Salzburg sieht die Lage beim Thema Heizen so aus (Stand 2018): Von den 237.527 Haushalten sorgen 31,3 Prozent mit Fernwärme, 21,9 Prozent mit Heizöl und 21,3 Prozent mit Biomasse für Wärme. Den Rest teilen sich Solar und Wärmepumpen (9,9 Prozent), Erdgas (9,0 Prozent) und Elektrizität (6,5 Prozent). Damit liegt der Anteil an Erneuerbarer inklusive Fernwärme bei mehr als 50 Prozent.

Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gesunken

Die Entwicklung zeigt seit 2003 einen Trend von Heizöl vor allem in Richtung Fernwärme. Wurde in den Jahren 2003 und 2004 mit Heizöl noch in mehr als 85.000 Haushalten geheizt, so sank diese Zahl auf rund 52.000 in den Jahren 2017 und 2018. Die Fernwärme hingegen konnte ihren Anteil von 35.000 auf mehr als 74.000 Haushalte steigern. Der Aufschwung bei Solar und Wärmepumpen reichte von 7.500 auf 23.500. Auch bei der Biomasse ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, und zwar von 38.000 auf mehr als 50.000. Darunter fallen Pellets, Hackschnitzel, Holzbriketts und Holz. Das wirkt sich auch auf die Treibhausgasemissionen aus: Diese sanken bei privaten Gebäuden seit 2005 von 874.000 Tonnen pro Jahr auf 523.000 im Jahr 2016 um 40 Prozent.

Klimafreundliche Energie wird umfassend gefördert

Das Land Salzburg unterstützt Maßnahmen zur Erreichung der gemeinsamen Ziele der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050. Dazu gehören auch Heizsysteme mit erneuerbaren Energien. Einen Überblick über die zahlreichen Förderungen gibt es auf der Webseite des Landes.

Zuhause kaufen, regionale Wirtschaft fördern

Dass man auch Energie am besten heimisch kauft, zeigt ein aktueller Betrugsfall mit billigen Brennholz-Briketts und Pellets aus der Ukraine. „Direkt bei heimischen Betrieben zu kaufen, fördert nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern leistet zudem auch noch einen Beitrag zum Ressourcenschutz“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Schellhorn. Immerhin haben wir in Salzburg fünf Pelletierwerke. Diese haben im Vorjahr 130.000 Tonnen Pellets produziert. Damit ist der bundeslandweite Bedarf mehr als gedeckt. Nicht zuletzt werden dadurch die Transportwege kurzgehalten und unsere Land- und Forstwirtschaft unterstützt. Somit kann Ressourcenschutz auf mehreren Ebenen betrieben werden. LK_200708_51 (grs/kg)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum